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Siemens: Auslieferung der neuen ICE-Generation auf Hochtouren

Die Hochgeschwindigkeitszüge der vierten Generation sollen das Rückgrat des Fernverkehrs werden. Siemens liefert in den kommenden Jahren 119 Garnituren an die DB aus. Die Laufdrehgestelle kommen von Bombardier.

Bei der Deutschen Bahn werden am Jahresende 25 Hochgeschwindigkeitszüge der neuesten Generation ICE4 im Einsatz sein. "Die Auslieferung läuft nach Plan", sagte ein Bahnsprecher. 19 der Züge gingen dann in den fahrplanmäßigen Einsatz. Die übrigen seien seien Reserve, unter anderem für Schulungsfahrten.

Großauftrag läuft bis 2023

Der ICE4 soll das neue Rückgrat des Bahn-Fernverkehrs werden, Siemens liefert 119 Züge bis zum Jahr 2023. Die Bahn erwägt aber, die Bestellung aufzustocken. Der Aufsichtsrat berät darüber im Juni.

Seit Dezember 2017 sind die ersten ICE4 im Einsatz, aktuell sind es sechs Stück. Sie fahren zwischen Stuttgart und Hamburg sowie zwischen Hamburg und München. Hinzu kommen drei Reservezüge.

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Kooperation mit Bombardier

Bei diesem Zug arbeitet Siemens mit Bombardier zusammen. Bombardier liefert die Laufdrehgestelle, die gleisschonend, leise und energiesparend sein sollen.

Ursprünglich hatte die Bahn 130 Züge geordert, sich nach Angaben des Sprechers dann aber bei gleicher Gesamtwagenzahl für mehr lange und weniger kurze Züge entschieden, so dass die Gesamtzahl der bestellten Züge vorerst bei 119 liegt.

Ein neues Triebwagenkonzept

Die Züge sind mit dem europäischen Zugkontrollsystem ETCS ausgestattet. Außerdem sind bei den Zügen auf der Basis von fünf Wagentypen 24 Zugkonfigurationen möglich, je nach Bedarf.

Möglich macht das ein neues Konzept beim Triebwagen, der alle Antriebskomponenten in einem Wagen vereint. Bei diesen diesen angetriebenen Wagen sind die wesentlichen Komponenten für den Antrieb und die Stromversorgung unter dem Flur angeordnet.

Aus den Triebwagen, dem Servicewagen, Mittelwagen und den zwei Endwagen sowie dem Restaurantwagen lassen sich die Züge zusammenstellen. Ein zwölfteiliger ICE 4 wird von sechs Triebwagen angetrieben, die eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erreichen. Hier mehr Infos dazu vom Hersteller.

(red mit dpa/apa)

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