Bahnindustrie

Siemens, Alstom und Bombardier kämpfen um milliardenschweren Bahnauftrag

Großbritannien sucht Hersteller für Züge mit Geschwindigkeiten bis 360 Kilometern pro Stunde. Sowohl Siemens als auch sein Fusionspartner Alstom gehören zu den fünf Bietern - außerdem Bombardier sowie Spanier und Japaner.

Siemens hat im Ringen um einen milliardenschweren Auftrag für Hochgeschwindigkeitszüge in Großbritannien aktuell gleich zwei Eisen im Feuer.

Denn sowohl der Münchner Konzern als auch sein französischer Fusionspartner Alstom gehören zu den fünf Bahntechnik-Konzernen, die sich im Frühjahr um die Produktion der Züge für das Netz namens "High Speed Rail 2" (HS2) bewerben dürfen. Das teilt die staatliche HS2-Entwicklungsgesellschaft mit. Das Volumen des Auftrags wird auf etwa 3,15 Milliarden Euro taxiert.

Züge mit 360 km/h

Mindestens 54 Züge sollen ab 2026 mit bis zu 360 Kilometern pro Stunde zwischen London und den Großstädten im Norden des Landes verkehren. Das Projekt ist wegen steigender Kosten und der Auswirkungen auf die Landschaft und die Städte entlang der Strecken umstritten.

Auch Bombardier bietet mit

Neben Siemens und Alstom sind Bombardier aus Kanada, die spanische Talgo und die japanische Hitachi Rail im Rennen um den 2,75 Mrd. Pfund (3,15 Mrd. Euro) schweren Auftrag. Einer von ihnen soll 2019 den Zuschlag erhalten.

White Paper zum Thema

Teil des Auftrags ist auch die Wartung der Züge. Die britische Regierung geht davon aus, dass mit dem Projekt rund 25.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. (reuters/apa/red)

Aktuell aus der Bahnindustrie:

Bombardier präsentiert neue Straßenbahn "made in Donaustadt" >>

Wolfgang Hesoun: "Erwarte keine negativen Auswirkungen" >>

Siemens legt Zugsparte mit Alstom zusammen - und behält die Mehrheit >>

Verwandte tecfindr-Einträge