IoT in der Industrie

Sensoren in der Logistik – keiner gleicht dem anderen

Vielfalt schafft oft auch Verwirrung. Je mehr IoT-Anwedungen bei der Optimierung von Supply Chains genutzt werden, desto häufiger stellt sich die Frage: Welche Technologie ist die beste?

IoT Microtronics IoT für die Industrie IoT in der Industrie

Wie IoT die Industrie 4.0 prägt. 

In manchen Punkten unterscheidet sich das Internet der Dinge kaum von der alten Welt des Analogen.Der Zweck bestimmt die Mittel. Nägel einschlagen? Hammer! Löcher bohren? Bohrmaschine! Erde ausheben? Bagger!

Und im Internet of Things? Ist die Auswahl der Werkzeuge nicht minder groß, am Ende entscheidet aber auch hier die Funktionalität. Wenn, was in der Logistik häufig der Fall ist, große maximale Reichweite, lange Laufzeiten und geringer Stromverbrauch gefragt sind, wenn es also um Low-Energy-Anwendungen geht, stehen mit LTE Cat M1, LoRa und NB-IoT allerdings gleich drei Standards zur Verfügung. 

LTE Cat vM1 profitiert von hoher Übertragungsfrequenz und eignet sich daher vor allem dort, wo kritische Daten online übertragen werden, LoRa hat den Vorteil, dass man damit Insellösungen dort schaffen kann, wo keine Netzabdeckung vorhanden ist, NB-IoT wiederum lässt sich auf vorhandene Netzstruktur aufsetzen und ist daher dementsprechend praktisch.

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Richtige Parameter

Die Wahl der richtigen Übertragungstechnologie allein garantiert allerdings noch keinen Erfolg. Nicht minder wichtig ist die Wahl und Integration der richtigen Überwachungsparameter wie Martin Buber, Business Development Manager bei Microtronics, einem niederösterreichischen Anbieter von IoT-Lösungen, betont: „Ideal ist eine Anwendung die so weit vorkonfiguriert ist, dass der Anwender sie sofort einsetzen kann, die sich aber dennoch leicht und ohne Spezialwissen individualisieren lässt.“ So kann ein und derselbe Sensor einmal für Logistikaufgaben und ein anderes Mal zum Beispiel für Maschinenoptimierung genutzt werden.

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Der NB-IoT-Sensor rapidM2M T32x, den Microtronics derzeit launcht, versucht dieser Anforderung gerecht zu werden, indem er in seiner Standardversion mit einem Temperatur- und Drei-Achsen-Beschleunigungssensor sowie GNSS-Positionierung genug an Bord hat, um die meisten Aufgaben im Tracking und im Flottenmanagement zu lösen. Gleichzeitig erlaubt er aber die Integration von weiteren Modulen. Und: Neben NB-IoT kann das Gerät, für sicherheitskritische Anwendungen auch LTE Cat M1 nutzen.

Komplexitätsreduktion

Der entscheidende Punkt, um den es Microtronics bei dem Sensor geht, betont Buber, sei aber Komplexitätsreduktion. Denn unnötig komplizierte Lösungen seien einer der Hauptgründe, warum Unternehmen den Einstieg in das Internet of Things scheuen. Und tatsächlich nennen im IoT-Signals Report von Microsoft fast 40 Prozent der Befragten zu hohe Komplexität als einen Hinderungsgrund für die Einführung von neuen IoT-Projekten in ihren Unternehmen. Verschärfend wirkt dabei, dass nur ein Drittel der Unternehmen über entsprechende Ressourcen und qualifizierte Mitarbeiter verfügt, um ihre Projekte zu realisieren. 

„Eine KMU leidet an fehlenden Ressourcen natürlich noch stärker als ein Großkonzern, weshalb wir mit unserem neuen Sensor KMUs ganz besonders ansprechen wollen“, sagt Buber. Und er betont, dass sich auch bei grundsätzlich einfachem Setup recht ausgefallene Aufgaben lösen lassen. Zum Beispiel dann, wenn es darum geht, nicht nur eine Sendung als Ganzes zu überwachen, sondern auch im Auge zu behalten, ob im Inneren des Pakets die gleiche Temperatur herrscht wie an seinen Rändern. Die Sensorknoten, die an den entsprechenden Paketstellen angebracht sind, übertragen die Daten dann per Bluetooth an die Zentraleinheit. Die Software ist so programmiert, das die entsprechenden Daten ganz einfach auf Smartphones oder Tablets abgelesen werden können.