Kautschukhersteller

Semperit zu 1,6 Mio. Euro Kartellstrafe verdonnert

Grund dafür sei eine Marktaufteilung in Joint-Venture-Verträgen, teilte die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) am Mittwoch mit. Die Zuwiderhandlungen haben demnach von Juli 2002 bis März 2017 stattgefunden.

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Kautschukhandschuhproduktion: Die Joint-Venture-Verträge von Semperit wurden von der Bundeswettbewerbsbehörde unter die Lupe genommen.

Der börsenotierte österreichische Gummi- und Kautschukkonzern Semperit wurde vom Kartellgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 1,6 Mio. Euro verurteilt. Grund dafür sei eine Marktaufteilung in Joint-Venture-Verträgen, teilte die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) am Mittwoch mit. Die Zuwiderhandlungen haben demnach von Juli 2002 bis März 2017 stattgefunden.

Im Rahmen von Joint-Venture-Verträgen zwischen Semperit und der thailändischen Sri Tang-Gruppe (STA) wurde eine exklusive Zuweisung des europäischen Marktes für den Vertrieb von gemeinsam hergestellten Produkten zugunsten von Semperit vereinbart.

Gegen die STA-Gruppe stellte das Kartellgericht nur eine Zuwiderhandlung im selben Zeitraum fest, da dieses Unternehmen einen Antrag auf Kronzeugenstatus bei der BWB stellte. Semperit und die STA-Gruppe stellten den entscheidungserheblichen Sachverhalt außer Streit, heißt es.