Finanzen

Semperit senkt den Firmenwert seiner Medizinsparte auf Null

Der Gummihersteller Semperit muss den Firmenwert seiner Medizinsparte Sempermed um 26 Millionen Euro auf Null abschreiben. Grund sei die unerwartet schwache Entwicklung des Produktionsstandorts Kamunting in Malaysia, hieß es.

Semperit Sempermed Gummiindustrie Malaysia Standort Österreich

Der börsennotierte Gummi- und Kautschukkonzern Semperit muss wegen der unerwartet schwachen Entwicklung des Produktionsstandorts Kamunting in Malaysia den Firmenwert ("Goodwill") seines Medizin-Sektors (Segment Sempermed) um 26 Mio. Euro auf Null abschreiben. Das teilte das Unternehmen kürzlich mit.

Bereits am 10. April hatte Semperit eine Gewinnwarnung abgegeben und erklärt, dass das Jahresergebnis heuer "deutlich" unter jenem von 2016 ausfallen könnte, weil das Ergebnis des Segmentes Sempermed geringer ausfallen dürfte als bisher erwartet.

Die in der Zwischenzeit erfolgt "kritische Prüfung" habe ergeben, "dass die nachhaltig erzielbare Produktionsmenge des Standortes Kamunting, Malaysia, unter den bisherigen Annahmen liegt" und dass daher im Segment Sempermed eine Wertminderung von rund 26 Mio. Euro im Zwischenabschluss zum 30. Juni 2017 verbucht werden müsse.

White Paper zum Thema

"Damit wird der Firmenwert des Segments nach derzeitigem Kenntnisstand zur Gänze wertberichtigt", heißt es in der Mitteilung. Der exakte Betrag werde mit der Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichtes am 17. August 2017 bekannt gegeben.

Sempermed produziert in Malaysia Untersuchungshandschuhe, Kamunting sei nach wie vor der wichtigste Produktionsstandort für Semperit in diesem Segment, sagte eine Sprecherin zur APA. Die Produktionsmenge werde heuer 7 bis 8 Milliarden Stück betragen. (apa/red)

Aktuell zu Semperit:

Hals über Kopf: Semperit und seine Manager >>

Martin Füllenbach folgt Thomas Fahnemann als Semperit-CEO >>

Semperit erwartet heuer "erhebliche Belastungen" >>

Das steckt hinter Semperits Abschied aus Thailand >>