Gummiindustrie

Semperit: Akquisition drückt das Ergebnis, Dividende bleibt stabil

Der Kunststoffkonzern Semperit musste 2012 aufgrund eines Zukaufs in Malaysia einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen, erzielte aber einen Rekordumsatz und hielt die Dividende stabil bei 80 Cent je Aktie. Der Ausblick ist durchaus positiv, beachtlich ist die Eigenkapitalquote von 49 Prozent trotz Großakquisition.

"Wir haben Wachstumsraten, die sich sehen lassen können", so Finanzvorstand Johannes Schmid-Schultes am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz. Am kräftigsten sind allerdings die Vorstandsgehälter gestiegen.

Der börsenotierte Wiener Konzern musste beim Betriebsergebnis (EBIT) einen Rückgang um 9,8 Prozent auf 72,5 Millionen Euro verschmerzen. Der Nettogewinn ging um 10,7 Prozent auf 46,2 Millionen Euro zurück. Die EBIT-Marge sank von 9,8 auf 8,8 Prozent. Die Umsätze entwickelten sich mit 828,6 Millionen Euro stabil (plus 1 Prozent). Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich global um sechs Prozent auf 8.305 Beschäftigte. Kräftig gestiegen ist die Bilanzsumme, mit nunmehr 824,5 Millionen Euro liegt sie um 34 Prozent über dem Jahr 2011.

Positiver Ausblick

Für 2013 sieht Konzernchef Thomas Fahnemann "keine unmittelbare Belebung der Nachfrage". Im Verlauf des zweiten Quartals könnte auf Basis der erwarteten Erholung eine positive Dynamik eintreten. Im laufenden Geschäftsjahr plant das Unternehmen den Angaben zufolge Ersatz- und Wachstumsinvestitionen von rund 50 Millionen Euro. Bis einschließlich 2015 sollen die Umsätze zweistellig wachsen und die EBIT-Markte zwischen 8 und 11 Prozent liegen.

Ein viel satteres Plus hat es 2012 bei den Vorstandsgehältern gegeben. Fahnemann steigerte sein Salär von 458.000 auf 719.000 Euro, Schmidt-Schultes von 172.000 auf 356.000 Euro. Ex-Vorstandschef Rainer Zellner kam auf über 1 Million Euro, Aufsichtsratschef Veit Sorger auf 32.416 Euro.

2013 will Fahnemann konzernweit weiter an der Kostenschraube drehen. Künftig soll sich das Geschäft auf die drei Regionen Asien, Südamerika und Europa jeweils zu einem Drittel aufteilen, derzeit ist noch der alte Kontinent führend - wenn auch mit rückläufigem Anteil. "In der Bauwirtschaft sind wir noch sehr europäisch", so Fahnemann. (APA)

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