Industriekonjunktur

Seitwärtsbewegung in der Industrieproduktion der EU

Die Produktion der europäischen Industrie hat sich heuer im April weiter eingebremst. In der Eurozone ging die Produktion um einen halben Prozent zurück.

Industriekonjunktur Europäische Union Eurozone Eurostat

Die Produktion der europäischen Industrie hat sich heuer im April weiter eingebremst. In der EU sank sie gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,1 Prozent und gegenüber dem Vormonat März um 0,7 Prozent, wie aus Schätzungen der Statistikbehörde Eurostat hervorgeht. In der Eurozone verringerte sich die Industrieproduktion im Jahresabstand um 0,4 Prozent und gegenüber April um 0,5 Prozent.

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, gab es die massivsten Rückgänge gegenüber dem Vorjahr in Deutschland (-3,4 Prozent), den Niederlanden (-2,7 Prozent), Lettland und im Vereinigte Königreich (jeweils -2,4 Prozent). Die stärksten Zuwächse erzielten Litauen (+13,8 Prozent), Irland (+6,9 Prozent) und Polen (+6,6 Prozent). Für Österreich liegen keine Angaben für den April vor.

In der gesamten EU sank die Produktion von Investitionsgütern im Jahresabstand um 1,6 Prozent, von Energie um 0,6 Prozent und von Vorleistungsgütern um 0,1 Prozent; die Produktion von Gebrauchsgütern hingegen weitete sich um 0,2 Prozent aus und bei den Verbrauchsgütern gab es ein Plus von 2,8 Prozent.

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Im Monatsabstand das größte Minus wiesen das Vereinigte Königreich (-2,7 Prozent), Deutschland (-2,3 Prozent) und Lettland (-2,0 Prozent) aus. Am stärksten ausgeweitet wurde die Industrieproduktion im April gegenüber dem März in Irland (+3,6 Prozent), Portugal (+2,9 Prozent), Finnland (+2,2 Prozent) und Luxemburg (+2,1 Prozent).

Im Euroraum ging die Produktion von Vorleistungsgütern sowie Investitionsgütern im April 2019 gegenüber April 2018 um 1,2 Prozent, von Gebrauchsgütern um 0,8 Prozent und von Energie um 0,1 Prozent zurück, während die Produktion von Verbrauchsgütern um 1,7 Prozent stieg. (apa/red)