Bilanz

Seilbahnbauer Doppelmayr mit blütenreiner Weste

Die Vorarlberger können das abgelaufene Geschäftsjahr mit 27 Prozent Umsatzsteigerung beenden.

Doppelmayr Maschinenbau Michael Doppelmayr Hanno Ulmer

Hanno Ulmer und Michael Doppelmayr blicken auf ein starkes Jahr zurück.

Der Vorarlberger Seilbahnhersteller Doppelmayr Holding AG hat das abgelaufene Geschäftsjahr 2012/13 (per Ende März) mit einem Umsatzplus von 26,7 Prozent auf 795,4 (Vorjahr: 627,9) Millionen Euro abgeschlossen. Das Betriebsergebnis sei auf 90,5 (69,3) Millionen Euro angestiegen, das Ergebnis vor Steuern von 76,9 auf 89,2 Millionen Euro, sagte Finanzvorstand Hanno Ulmer am Donnerstag in einer Pressekonferenz.

Abgenommen hat hingegen das Konzernergebnis nach Steuern. Aufgrund von Steuereffekten verbuchte Doppelmayr unter dieser Position 76,2 Millionen Euro nach 94,5 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2011/12. Ulmer und der Vorstandsvorsitzende Michael Doppelmayr gaben sich sehr zufrieden und sahen die Weltmarktführerschaft des Unternehmens bestätigt. Man werde im laufenden Geschäftsjahr einen ähnlichen Umsatz und ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen, kündigte Ulmer an.

Fokus Russland

Hinsichtlich der Märkte gab es wenig Veränderung. 18 Prozent des Umsatzes wurden in Österreich und Deutschland erwirtschaftet, 26 Prozent in der Schweiz, Frankreich und Italien, 15 Prozent in Russland und den GUS-Staaten, 11 Prozent in Nordamerika. "Der nordamerikanische Markt hat sich noch nicht erholt, das Potenzial dort ist aber sehr groß", so Ulmer. Doppelmayr sagte, dass sich der russische Markt auch abseits der Olympia-Region Sotschi - wo Doppelmayr bereits 35 Anlagen realisiert hat und fünf weitere in Bau sind - weiter entwickeln werde. Russland werde "Teil unseres Umsatzes sein", Skifahren sei dort - im Gegensatz zu China - sehr populär.

Stadtseilbahnen im Kommen

Sehr erfreut zeigte sich Michael Doppelmayr über die Entwicklung im städtischen Seilbahnbau, auch wenn er bezüglich des Wiener Kahlenberg-Projekts keine Neuigkeiten verkünden konnte. Stadtseilbahnen würden insbesondere in Südamerika immer stärker nachgefragt, verwies der Vorstandsvorsitzende unter anderem auf Projekte in Caracas und La Paz. Aber auch in London wurde im Vorfeld der Olympischen Spiele eine Anlage über die Themse eröffnet, und auch in Deutschland werde das Thema Stadtseilbahn mittlerweile ernst genommen. Laut Ulmer wird der Umsatz aber weiter zu etwa 80 Prozent im Wintertourismus generiert. Insgesamt wurden 2012/13 für 84 Kunden 97 Seilbahnprojekte umgesetzt.

In Bezug auf die Seilbahntechnik sagte Doppelmayr, dass sich "vom Prinzip der Systeme her" in Zukunft nicht mehr viel verändern werde. Eine Entwicklung könne es aber noch bei den Geschwindigkeiten geben.

Die Anzahl der Mitarbeiter belief sich im vergangenen Jahr im Durchschnitt auf 2.378 (2011/12: 2.297), davon 1.204 (1.161) in Österreich. Der Aufwand für die Mitarbeiter stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 172,7 Millionen Euro (158,6) an. (APA)

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