Schweißen

Die Topliga: Helme mit Frischlufteinheit

Für INDUSTRIEMAGAZIN unterzogen Mitarbeiter von Magna Steyr die neuesten Schweißhelmmodelle einem Praxischeck. Die Erkenntnis der Grazer Vollprofis: Oft stößt Billiggerät an seine Grenzen – aber nicht immer.

Das CMT (Cold Metal Transfer)-Schweißverfahren für Aluminium, das Magna Steyr mit Fronius entwickelte, war beim Helmtest deshalb eine Disziplin. Eine andere: Das Metallaktivschweißen (MAG) – auch Schutzgasschweißen genannt. Ein Standardverfahren für Stahl, das wir bei „vielen Karosserieteilen anwenden“, so Karner. In starken Jahren arbeiten 500 geprüfte Schutzgasschweißer im Werk.

Um herauszufinden, ob die Helme selbst bei starker Rauchentwicklung ihr Können zeigen, entschied sich Karner fürs Schweißen vollverzinkter Bleche. „Da raucht es schön“, sagt er. Auch getestet wurde mit dem Wolfram-Inertgasschweißen (WIG). Ein typischer Instandhaltungsprozess, „etwa für Werkzeugreparaturen“, so Karner. Ebenso im Einsatz bei den Grazern: das Elektrodenschweißverfahren. Karners erstes Fazit: Für normale MAG-Standardprozesse seien die Helme „allesamt geeignet“. Die Ausgangsposition war stets die selbe: „Wir schweißten eine Kehlnaht (Position PB) nach der anderen“, so Karner.

Die Topliga: Helme mit Frischlufteinheit

An den vier getesteten Tophelmen inklusive Frischlufteinheit – Helme um die tausend Euro – hat Karner kaum etwas auszusetzen. Die Punkteabstände hier sind denkbar knapp (siehe Tabelle). In allen fünf Schweißdisziplinen vergibt das Schweißertrio von Magna Steyr Höchstnoten. „Sie verdunkeln alle optimal“, sagt Karner. Und die Sicht – Karner nennt sie Klarsicht – bleibt für den Schweißer optimal. Die Sichtfenster überzeugen durch die Bank – nur jenes des Aristo Tech des Schweizer Herstellers Esab ist Karner „eine Spur zu klein“. Bestwerte auch bei der Haptik: „Die Helme finde ich alle schön.“ Wieso der 3M-Helm (Speed Glass 9100 FX Adflo) letztlich knapp, aber doch das Rennen macht? „Das Schlauchsystem ist hervorragend, es zieht kein bisschen beim Bewegen des Schweißers“, sagt Werner Karner.

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