Standort Salzburg

Schweighofer verkauft ihren Halleiner Standort an Finanzfirma

Die Schweighofer Gruppe verkauft ihre Firmentochter mit 250 Arbeitsplätzen in Hallein an eine internationale Finanzfirma. Das Werk war im Jahr 1890 als Zellulosefabrik gegründet worden. Wie es heißt, will jetzt die Finanzfirma TowerBrook die Fabrik ausbauen.

Die Schweighofer Gruppe verkauft ihre Tochter Schweighofer Fiber in Hallein mit 250 Arbeitsplätzen an die Investorengruppe TowerBrook Capital Partners.

Finanzfirma gibt an, den Standort ausbauen zu wollen

Die Finanzfirma TowerBrook hat Büros in New York, London und München. Die Gruppe investiert nach eigenen Angaben häufig in mittelständische Unternehmen.

Zu ihrer Übernahme im Bundesland Salzburg teilt die Finanzfirma mit, man wolle den Standort jetzt ausbauen.

Jörg Harbring bleibe Geschäftsführer in Hallein. Auch für die Mitarbeiter solle der Eigentümerwechsel keine Auswirkungen haben.

Das Werk wurde im Jahr 1890 gegründet

Die Schweighofer Gruppe hatte das Werk 2011 gekauft und seither 60 Mio. Euro investiert. Das Werk war 1890 als Zellulosefabrik "The Kellner-Partington Paper Pulp Co. Ltd." gegründet worden. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, so Schweighofer.

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Zuletzt gab es im Zusammenhang mit der Firma Schweighofer wiederholt Berichte über illegale Abholzungen in Rumänien. Vor zwei Jahren hat das rumänische Umweltministerium nach Kontrollen bei den Niederlassungen des österreichischen Unternehmens eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebracht. Schweighofer teilte dazu damals mit, man unterstütze die Behörden. Weiters dazu: Es wird nicht ruhig um Holzproduzent Schweighofer >>

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(apa/red)