Oberösterreich

Schwarzmüller will sich mit neuer Sequenzierung "von allen Mitbewerbern in Europa unterscheiden"

Der oberösterreichische Fahrzeugbauer Schwarzmüller hat im ersten Halbjahr bei Umsatz und Ergebnissen zugelegt: Dank internen Optimierungen habe man "deutlich mehr Fahrzeuge fertiggestellt, ohne dafür mehr Mitarbeiter einzusetzen." Derzeit laufen Arbeiten an einer neuen Sequenzierung auf Hochtouren.

Der Fahrzeugbauer Schwarzmüller mit Zentrale in Freinberg (Bezirk Schärding) hat im ersten Halbjahr 2016 ein planmäßiges Plus bei Umsatz und Produktion verzeichnet. Die Erlöse stiegen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 146 auf 170 Mio. Euro. CEO Roland Hartwig erwartet für das Gesamtjahr ein Wachstum um 10 Prozent auf 340 (2015: 310) Mio., wie das Unternehmen mitteilt.

In der Produktion machen sich interne Optimierungen nun bezahlt, man habe "deutlich mehr Fahrzeuge fertiggestellt, ohne dafür mehr Mitarbeiter einzusetzen", so Hartwig in einer Aussendung. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat Schwarzmüller bereits 800 Nutzfahrzeuge (20 Prozent) mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres hergestellt, die Jahresproduktion soll heuer um 1.000 Stück auf 8.800 wachsen.

Arbeiten an einer neuen Sequenzierung

Derzeit arbeitet das Unternehmen an einer Sequenzierung, durch die 135 verschiedene Fahrzeugtypen deutlich schneller hergestellt werden können: "Wir verbinden den Bau von individuellen Fahrzeugen mit der Taktung industrieller Fertigung", erklärte Hartwig. Der Konzernchef zeigt sich überzeugt, das werde Schwarzmüller "von allen Mitbewerbern in Europa unterscheiden".

Das Projekt soll 2017 umgesetzt werden, bis 2020 sollen die Erlöse auf 450 Mio. Euro steigen. Wachstum gebe es derzeit vor allem in Deutschland und Polen. Auch in Österreich und der Schweiz, wo man Marktführer sei, habe das Unternehmen seine Marktanteile ausgebaut. (apa/red)

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