Zulieferindustrie

Schaeffler: "Unsere Wertschöpfung in der E-Mobilität wird abnehmen"

Autozulieferer Schaeffler stellt seine mittelfristigen Ziele auf den Prüfstand. Grund seien die sich ändernden Rahmenbedingungen in der Autobranche insgesamt, so Konzernchef Klaus Rosenfeld.

Der Automobil- und Industrie-Zulieferkonzern Schaeffler könnte seine Finanzziele bis 2020 nach unten korrigieren. "Es wird schwieriger, unter den neuen Rahmenbedingungen die Mittelfristziele bis 2020 zu erreichen", sagte Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld im Gespräch mit der Zeitung "Die Welt". Zur Begründung verwies Rosenfeld auf die Branchenentwicklung.

Am 6. März will Rosenfeld verkünden, welche Korrekturen an der mittelfristigen Planung womöglich erforderlich sind. Dann will der Konzern aus dem deutschen Herzogenaurach auch seine Planung für 2019 vorgelegen. Zuletzt hatte Schaeffler mit 14 Milliarden Euro Umsatz (2017) im Oktober seine Jahresprognose um einen Prozentpunkt nach unten korrigiert. Nunmehr wird heuer ein Umsatzplus von maximal fünf Prozent und eine operative Marge von höchstens 10,5 Prozent erwartet.

"Unsere Wertschöpfung wird sich ändern - sie wird abnehmen"

Schaeffler-Chef Rosenfeld erklärte, der Konzern sei bisher im Geschäft mit dem klassischen Verbrennungsmotor und Getriebe profitabel und sehr gut positioniert. "Wenn wir aber bis 2030 denken, werden wir in diesen Bereichen nicht mehr so stark wachsen wie in der Vergangenheit. Gleichzeitig wird sich in der E-Mobilität unsere Wertschöpfung ändern. Die wird abnehmen. Das heißt auch, dass die Marge in diesem Geschäft tendenziell zurückgehen wird."

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Rosenfeld gibt aber zu bedenken: "Gleichzeitig wird bei einem größeren Zukaufanteil auch die Kapitalbindung kleiner." Mit weniger Kapitaleinsatz könne man auch eine geringere Marge verkraften. (reuters/apa/red)

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