Autozulieferer

Schaeffler baut um und erweitert den Vorstand

Automobilzulieferer Schaeffler reagiert mit einer Neuaufstellung auf den Wandel hin zu mehr Elektroautos. Der Bereich "Automotive Aftermarket" wird ein eigenes Vorstandsressort und bekommt mit Michael Söding einen neuen Vorstand.

Im Bild ein Ford Fiesta mit einem von Schaeffler entwickelten elektrischen Radnabenantrieb.

Der fränkische Automobilzulieferer Schaeffler will sich verstärkt auf den Wandel zum Elektroauto einstellen. Das Unternehmen rechne damit, dass im Jahr 2030 etwa 30 Prozent der neuen Fahrzeuge rein batteriegetrieben sein würden, sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld der "Süddeutschen Zeitung". Darauf müsse sich sein Unternehmen einstellen.

"Wir stehen am Anfang eines anspruchsvollen Transformationsprozesses, der von Markt und Wettbewerb getrieben wird", sagte Rosenfeld. "Wir haben mit der Aufholjagd begonnen."

Künftig drei Sparten

Nach Entscheidung des Aufsichtsrats bekommt die Gruppe damit drei Sparten: Automotive OEM, Automotive Aftermarket und Industrie.

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Die Gruppe müsse auch zukaufen, um den Wandel bewältigen zu können, s, Rosenfeld weiter: "Ich rede nicht von Mega-Akquisitionen, aber von sinnvollen Ergänzungen, dort wo Kompetenzen fehlen."

Mehr Dezentralisierung

Das Unternehmen will ferner seine Strukturen vereinfachen und mehr dezentralisieren, so Rosenfeld. Bisher wird das Geschäft fast komplett aus der Konzernzentrale in Herzogenaurach gesteuert. In Zukunft werde die Industriesparte in Schweinfurt konzentriert, das Ersatzteilegeschäft in Langen und die Erstausrüstung in Bühl. Die vor Jahren zugekauften Marken FAG und LuK würden als Produktmarken bestehen bleiben, gleichzeitig werde das Unternehmen nach außen aber verstärkt unter der Marke Schaeffler auftreten.

Neuer Vorstand für Automotive Aftermarket

Der Bereich Automotive Aftermarket wird ab Jänner nächsten Jahres innerhalb der Gruppe zu einem eigenständigen Vorstandsressort. Als Leiter dieses Ressorts und neues Mitglied des Vorstandes hat der Aufsichtsrat den 55-jährigen Michael Söding bestellt, der ab Jänner auf Vorstandsebene die Verantwortung für den Konzernbereich Automotive Aftermarket übernimmt.

Söding arbeitet seit 2009 als Chef dieses Unternehmensbereichs. Er studierte Wirtschaftsingenieurswissenschaften an der TU Darmstadt und war unter anderem bei Pirelli Deutschland und Exide Automotive Batterie tätig.

(red/reuters/apa)

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