Maschinenbau

SBO lässt die Durststrecke hinter sich

Der heimische Ölfeldausrüster SBO ist nach einer längeren Durststrecke wieder auf Erfolgskurs, weil die Branche wegen des steigenden Ölpreises wieder mehr investiert. Trotzdem bleibt nach drei Qurtalen das Nettoergebnis negativ.

Der im ATX der Wiener Börse notierte Ölfeldausrüster SBO ist nach einer längeren Durststrecke nun wieder auf Erfolgskurs und hat in den ersten drei Quartalen 2017 hohe Zuwächse bei Umsatz, Auftragseingängen und beim operativen Ergebnis erzielt.

Amerikanische Tochter Well Completion als wichtiger Faktor

Unterm Strich steht dennoch ein Minus - eine Folge des unerwarteten Erfolgs der US-Tochter Well Completion, wie das Unternehmen mitteilt.

Dass sich das Ergebnis nach Steuern von -22,9 auf -86,2 Mio. Euro verschlechtert hat, erklärt das Unternehmen mit dem unerwarteten Erfolg der US-Tochter Well Completion, die vor eineinhalb Jahren erworben wurde. Im Rahmen der Akquisition hat SBO 68 Prozent der Anteile an Downhole Technology übernommen. Die verbleibenden 32 Prozent der Anteile können durch Ziehung einer Put/Call-Option von SBO erworben bzw. von den Minderheitsgesellschaftern an SBO veräußert werden.

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Die gestiegenen Wachstumserwartungen von Downhole Technology hätten einen höheren Unternehmenswert zum 1. April 2019 ergeben als bisher erwartet wurde. Das ist der erstmalig mögliche Zeitpunkt, an dem die Option zum Erwerb der Anteile der Minderheitsgesellschafter ausgeübt werden kann. Deswegen habe man die Bewertung der Option nach den Rechnungslegungsvorschriften anpassen und einen Aufwand von 91,3 Mio. Euro im Finanzergebnis verbuchen müssen.

"Diese Aufwandsbuchung ist nur kurzfristig ein Wermutstropfen, denn langfristig profitieren wir von der Wertsteigerung unserer Tochtergesellschaft", so Vorstandschef Gerald Grohmann.

Die Ergebnisse im Detail

Zum ersten Mal seit zwei Jahren liege die EBITDA-Marge (Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen) im dritten Quartal über dem langjährigen Durchschnitt. Man profitiere von der guten Entwicklung in Nordamerika, während die Märkte international stabil, aber stagnierend seien, heißt es in der Mitteilung.

Der Umsatz von Schoeller-Bleckmann Oilfield legte in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Krisenjahr 2016 um 71 Prozent auf 227,6 Mio. Euro zu. Der Auftragseingang hat sich auf 241,5 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Der Auftragsstand betrug zum Ende des dritten Quartals 2017 33,4 Mio. Euro (30. September 2016: 17,4 Mio. Euro).

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) hat sich von -7,2 Mio. Euro in den ersten drei Quartalen 2016 in den positiven Bereich gedreht und liegt bei 48,5 Mio. Euro. Darin sind einmalige Erträge aus abgeschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen in der Höhe von 2,0 Mio. Euro enthalten.

Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug 11,0 Mio. Euro, nach -50,9 Mio. Euro in den ersten drei Quartalen 2016. Die EBITDA-Marge lag in den ersten drei Quartalen 2017 bei 21,3 Prozent (1-9/2016: -5,4 Prozent), im dritten Quartal mit 28,7 Prozent erstmals nach den vergangenen beiden Krisenjahren sogar über ihrem langjährigen Durchschnitt von 24,1 Prozent. Die EBIT-Marge belief sich auf 4,8 Prozent (1-9/2016: -38,2 Prozent). (apa/red)

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