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SBO-Chef Grohmann wird noch länger auf den Aufschwung warten müssen

Er habe schon zu Beginn des Jahres 2016 angekündigt, dass es ein durchgehend herausforderndes und schwieriges Jahr werde, erklärte der Chef des heimischen Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann (SBO), Gerald Grohmann. Ob er damit gerechnet hat, dass sich der Verlust mehr als verdoppelt?

"Im härtesten und längsten Abschwung unserer Branche scheint die Bodenbildung erreicht zu sein“, sagte SBO-Chef Gerald Grohmann im November des letzten Jahres und verwies dabei auf die Tatsache, dass der Auftragseingang zwar in drei Quartalen gegenüber dem Vorjahr um fast ein Viertel auf 116,5 Millionen Euro gesunken sei, aber im dritten Quartal besser als in den beiden Vorquartalen gewesen wäre.

Insgesamt sind nun nach vorläufigen Zahlen die Auftragseingänge im letzten Jahr um 17 Prozent auf 169 Millionen Euro gesunken, die Aufträge bleiben weiterhin aus. Denn die Ölkonzerne hätten schon das zweite Jahre in Folge ihre weltweiten Ausgaben für Exploration und Produktion um insgesamt 42 Prozent gekürzt, verweist SBO-Chef Gerald Grohmann auf ein schwieriges Marktumfeld. Und das Umfeld wird wohl schwierig bleiben, denn mit der Einigung der Opec-Mitglieder, die Fördermengen zu kürzen, werden wohl auch weiterhin die Investitionen gering bleiben. Im November hatte Grohmann erklärt, der lang ersehnte Aufschwung hänge davon ab, ob die Opec-Mitglieder die Produktionsobergrenze beschließen, da das die Richtschnur sein werde, wie sich das nächste Jahr entwickle.  

Umsatz um über 40 Prozent gefallen

Nach den vorläufigen Zahlen jedenfalls ging der Umsatz von SBO um 42 Prozent auf 183 Millionen Euro zurück, der Verlust vor Steuern hat sich auf 47 Mio. Euro mehr als verdoppelt und lag damit im Rahmen der Analystenerwartungen. "Wir haben im schwierigen Jahr 2016 unsere Gegensteuerungsmaßnahmen fortgesetzt", kommentiert Grohmann die Zahlen. Zudem habe man mit der Übernahme von Downhole Technology, der größten Akquisition der Unternehmensgeschichte, eine wichtige strategische Positionierung vorgenommen. "Damit sind wir für den nächsten Aufschwung optimal aufgestellt", sagt Grohmann und verweist auf eine "kerngesunde Bilanzstruktur und hohe Liquidität". (red/apa)

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