Autoindustrie

Sanierung von Opel ohne betriebsbedingte Kündigungen: Eckdaten zu "Pace"

PSA will bei Opel ohne betriebsbedingte Kündigungen und ohne die Schließung von Werken auskommen - aber mehr als eine Milliarde einsparen. Hier die Eckdaten zum Programm "Pace".

Im November wurde in groben Zügen das Sanierungsprogramm "Pace" (Tempo) vorgestellt, mit dem der deutsche Autobauer Opel bis 2020 ohne betriebsbedingte Kündigungen und Werkschließungen in die Gewinnzone zurückfahren will. Opel werde damit profitabel, global und elektrisch, versprach der neue Chef Michael Lohscheller.

PSA baut in etwa die dreifache Menge Autos, so dass bereits ein gemeinsamer Einkauf Opel viele Millionen Euro einsparen kann.

Opel beliefert heute vor allem Märkte in Europa

Bis 2022 will der bisher weitgehend auf Europa beschränkte Hersteller zudem 20 neue Auslandsmärkte bedienen. Künftige Fahrzeuge werden nur noch auf einer der beiden zur Auswahl stehenden PSA-Plattformen basieren und sich etliche gleiche Teile mit Schwestermodellen der Marken Peugeot, Citroen und DS teilen.

In jede Baureihe soll künftig neben den herkömmlichen Motoren auch ein Elektroantrieb passen.

Mehr dazu:
Wer macht was: Alle Standorte von Opel im Überblick >>

Zwei neue Plattformen - von PSA

Bis 2020 soll Opel so jedes Jahr 1,1 Mrd. Euro Kosten einsparen, danach jährlich 1,7 Mrd. Euro. Jedes einzelne Auto soll in der Produktion rund 700 Euro günstiger werden als bisher, die Profitabilitätsgrenze für die Gesamtmarke Opel/Vauxhall auf 800.000 Stück im Jahr absinken.

Der operative Gewinn soll bis 2020 auf zwei Prozent des Umsatzes ansteigen, später sind 6 Prozent angepeilt. Welche Leistungen wo erbracht und wie viele Leute Opel dazu benötigt werden, ließen Lohscheller und PSA-Konzernchef Carlos Tavares hingegen offen. (dpa/apa/red)

Aktuell zu Opel:
Berlin: Die Forschung bei Opel muss in Deutschland bleiben >>
Löhne bei Opel: PSA-Chef Tavares nennt Wien als Vorbild >>

Verwandte tecfindr-Einträge