Zulieferindustrie

SAM: Der nächste Autozulieferer wird chinesisch

Der Zulieferer SAM fertigt Anbauteile aus Aluminium und beliefert vor allem Volkswagen, aber auch Mercedes-Benz, General Motors und Volvo. Ab sofort gehört das Unternehmen der Gruppe Fuyao aus China.

Der insolvente deutsche Autozulieferer SAM geht an den chinesischen Konzern Fuyao. Das Unternehmen mit Sitz in Böhmenkirch und alle Arbeitsplätze blieben damit erhalten, teilte Insolvenzverwalter Holger Leichtle mit. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" über die Übernahme berichtet.

Aktuell:
Ist China ein Partner oder zunehmend ein Feind? >>  
"System-Wettbewerb" mit China: Industrieverband BDI schlägt Alarm >>

SAM beliefert VW und Mercedes-Benz

SAM fertigt mit rund 1.800 Mitarbeitern Aluminium-Anbauteile für die Autobranche. Einen Großteil des Umsatzes macht das Unternehmen mit VW, aber auch Mercedes-Benz, General Motors und Volvo gehören nach Firmenangaben zu den Kunden.

White Paper zum Thema

Fuyao: Umsatz von zwei Milliarden Euro

Die Fuyao Glass Group Industries gehört den Angaben zufolge zu den weltweit größten Anbietern von Autoglas - mit mehr als 25.000 Beschäftigten und einem Umsatz von jährlich gut 2 Milliarden Euro. SAM erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 280 Millionen Euro.

Über den Preis für die Übernahme sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es. Die Zustimmung der Kartellbehörden steht noch aus. SAM hatte im August einen Insolvenzantrag gestellt. Am 1. November war das Insolvenzverfahren eröffnet worden. (dpa/apa/red)

Aktuell zu Übernahmen durch Chinesen:

Rekordhöhe bei Firmenübernahmen in Österreich >>  
5 Gründe, warum Übernahmen gerade boomen >>

Weiters:

Haier in Italien: Chinesen übernehmen den nächsten Hersteller in Europa >>  
Chinesischer Motorrollerproduzent Zhongneng übernimmt Morini >>  
Berlin verschärft Regeln bei Firmenübernahmen durch Käufer aus Übersee >>