Stahlindustrie

Salzgitter will mehrere Stahlwerke von Arcelormittal kaufen

Wegen der Übernahme der angeschlagenen italienischen Stahlfirma Ilva muss Arcelormittal Anlagen in Luxemburg und Belgien verkaufen. Der deutsche Stahlriese Salzgitter gehört zu jenen, die ein Gebot abgegeben haben. Hier Details zu den Anlagen.

Der Stahlkonzern Salzgitter will Anlagen des weltgrößten Stahlkochers Arcelormittal in Luxemburg und Belgien übernehmen. Der Vorstand habe beschlossen, ein Angebot abzugeben, teilte Salzgitter mit. An dem Verfahren nähmen mehrere Bieter teil, daher sei unklar, ob es zum Abschluss kommen werde.

Voraussetzung ist die Übernahme von Ilva

Voraussetzung sei unter anderem, dass Arcelormittal die italienische Stahlfirma Ilva übernimmt. Dies hatten die EU-Wettbewerbshüter im Mai unter Auflagen gestattet. Der Konzern mit Sitz in Luxemburg muss eine Reihe von Geschäftstätigkeiten abgeben, um Wettbewerbsbedenken auszuräumen.

Details dazu:
Arcelormittal darf Ilva übernehmen - muss aber Werke in Europa verkaufen >>
Streik bei Ilva - Arcelormittal will 4.000 Mitarbeitern kündigen >>
  

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Arcelormittal hatte im vergangenen Jahr für 1,8 Mrd. Euro den Zuschlag von der italienischen Regierung für Ilva bekommen. Dafür hatte sich der Konzern verpflichtet, eine Reihe von Stahlwerken zu verkaufen.

Um diese Anlagen geht es

Der deutsche Stahlkonzern Salzgitter will ein Angebot für Produktionsanlagen in Düdelingen (Luxemburg) und Lüttich (Belgien) abgeben.

Es handle sich um zwei Kaltwalzlinien sowie Anlagen zur Verzinnung, Feuerverzinkung und elektrolytischen Verzinkung von Stahlband. (dpa/apa/red)