Stahlindustrie

Salzgitter verdient kräftig mit höheren Stahlpreisen

Stahlriese Salzgitter fährt in den ersten neun Monaten den höchsten Konzerngewinn seit knapp zehn Jahren ein. Die Auftragslage sei gut, die Preise für Flachstahl legten weiter zu und die Geschäfte im Handel liefen immer besser, sagt Konzernchef Fuhrmann.

Deutschlands zweitgrößter Stahlhersteller Salzgitter hat in den ersten neun Monaten dank einer guten Nachfrage den höchsten Konzerngewinn seit fast zehn Jahren eingefahren. Der Überschuss kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 14,6 Mio. Euro auf 112,6 Mio. Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen mitteilt. Das sei das beste Neunmonatsergebnis seit 2008, hieß es.

Bestes Ergebnis in drei Quartalen seit 2008

Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann führte die Entwicklung nicht nur auf die gute Auftragslage, steigende Preise für Flachstahl und bessere Geschäfte im Handel zurück. Auch das laufende Sparprogramm habe eine wichtige Rolle gespielt. "Entsprechend zuversichtlich blicken wir auch in das neue Geschäftsjahr." Den Umsatz steigerte das Unternehmen um rund ein Sechstel auf gut 6,8 Mrd. Euro.

Salzgitter bestätigte die Prognose. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Konzern mitgeteilt, dass das Vorsteuerergebnis der ersten drei Quartale von im Vorjahr 21,1 Mio. Euro auf 174,5 Mio. Euro zugelegt hat. Im Gesamtjahr stehen 175 bis 225 Mio. Euro im Plan. Salzgitter rechnet nun für 2017 mit einem Umsatz von rund 9 Mrd. Euro.

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(dpa/apa/red)