Stahlindustrie

Salzgitter und Uniper forschen am klimafreundlichen Stahl

Stahlriese Salzgitter und Energieerzeuger Uniper prüfen in einer Machbarkeitstudie den Bau einer Anlage für eine klimafreundlichere Stahlerzeugung am Tiefwasserseehafen Wilhelmshaven.

Symbolbild: Standort von Arcelormittal in Bremen.

Der deutsche Stahlkonzern Salzgitter und der Energieerzeuger Uniper loten gemeinsam die Möglichkeiten für eine klimafreundlichere Stahlerzeugung aus. Die Unternehmen wollten in einer Machbarkeitstudie prüfen, ob am Tiefwasserseehafen Wilhelmshaven hierzu eine Anlage errichtet werden kann, wie Salzgitter und Uniper mitteilten.

Diese könnte mit Wasserstoff beliefert werden, wodurch am Ende weniger Kohlendioxid bei der Stahlproduktion freigesetzt werden könnte. Zu den Partnern des Projekts gehören auch der Logistikdienstleister Rhenus, das Land Niedersachsen und die Stadt Wilhelmshaven.

Wasserstoff soll eine bedeutende Rolle bei der Energiewende spielen. Die Stahlindustrie gehört zu den größten CO2-Produzenten. "Die Studie umfasst die mögliche Errichtung einer Direktreduktionsanlage sowie die Entwicklung der erforderlichen Infrastruktur für deren Versorgung mit Rohstoffen, Erdgas und Wasserstoff", erklärten die Unternehmen.

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Spätestens bis zum 31. März 2021 sollen die Ergebnisse vorliegen. Sollten diese positiv ausfallen, wollen die Partner die Pläne gemeinsam umsetzen. Für die Anlage bietet Uniper die Nutzung seines vorhandenen Geländes des Steinkohlekraftwerks Wilhelmshaven an. Uniper hatte die Schließung im Zuge des Ausstiegs aus der Kohleverstromung Uniper bereits angekündigt. (reuters/apa/red)

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