Stahlindustrie

Salzgitter rechnet mit viel weniger Gewinn

Nach dem Gewinnsprung im Vorjahr erwartet der deutsche Stahlriese Salzgitter im günstigsten Fall ein nur mehr halb so hohes Vorsteuerergebnis wie im Vorjahr. Auch der Gewinn werde wahrscheinlich sinken, hieß es.

Der deutsche Stahlkonzern Salzgitter rechnet nach einem Gewinnsprung 2018 für das neue Geschäftsjahr mit einem deutlich geringeren Überschuss. Das im MDAX notierte Unternehmen begründete dies mit einem sich eintrübenden Geschäftsumfeld sowie zahlreichen wirtschaftlichen und politischen Unwägbarkeiten.

So dürfte das Vorsteuerergebnis 2019 mit prognostizierten 125 Mio. bis 175 Mio. Euro selbst im günstigsten Fall nur noch rund halb so hoch ausfallen wie im Vorjahr. Der Umsatz dürfte leicht auf über 9,5 Mrd. Euro steigen - nach 9,3 Mrd. Euro im Jahr 2018. Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann sprach mit Blick auf das laufende Jahr von "eher zunehmenden Herausforderungen".

2018 stieg das Nettoergebnis im Jahresvergleich nach ersten Berechnungen um 43 Prozent auf 277,7 Mio. Euro, wie Salzgitter weiter mitteilte. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem von besser laufenden Geschäften mit Flachstahl sowie mit Grobblech und Profistahl. Mit einem vorläufigen Vorsteuerergebnis von 347,3 Mio. Euro erreichte Salzgitter seine Prognose für 2018. Dies sei das beste Vorsteuerergebnis der vergangenen zehn Jahre. (dpa/apa/red)