Stahlindustrie

Salzgitter muss 100 Millionen Euro an Steuern nachzahlen

Das deutsche Bundesland Niedersachsen fordert vom Stahlriesen Salzgitter viel Geld zurück, weil der Konzern von 2006 bis 2011 Kapitalertragsteuerbeträge nicht korrekt abgerechnet haben soll.

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Die Finanzverwaltung des deutschen Bundeslands Niedersachsen fordert von dem Stahlkonzern die Rückzahlung von Steuern in Höhe von etwa 100 Millionen Euro. Obwohl das Vorsteuerergebnis für 2020 durch die Rückzahlung um rund 25 Millionen Euro gemindert werde, halte Salzgitter wegen der guten Entwicklung des operativen Geschäfts im vierten Quartal an seiner Jahresprognose für das Ergebnis vor Steuern fest, teilte das Unternehmen mit.

Mitte November hatte der Konzern für 2020 ein Vorsteuerergebnis vor Sondereffekten in der Größenordnung des Vorjahres vorhergesagt. 2019 stand ein Verlust von 253 Millionen Euro in den Büchern. Salzgitter will gegen die Forderung Rechtsmittel einlegen. In dem Streit geht es um in den Jahren 2006 bis 2011 angerechnete Kapitalertragsteuerbeträge aus strukturierten Wertpapierleihgeschäften. (reuters/apa/red)