Stahlindustrie

Salzgitter baut Sparten jenseits des Stahls stark aus

Deutschlands zweitgrößter Stahlhersteller will stahlferne Aktivitäten massiv auf 50 Prozent seines Umsatzes ausbauen. Zugleich legt Salzgitter sein bestes Quartalsergebnis seit neun Jahren vor.

Heinz Jörg Fuhrmann Strategie Ergebnisse Stahlindustrie Salzgitter

Deutschlands zweitgrößter Stahlhersteller Salzgitter will die stahlfernen Aktivitäten von 40 auf 50 Prozent ausbauen. Der Stahl bleibe die DNA des Unternehmen. "Wir sind aber mittlerweile auch ein breiter aufgestelltes Technologieunternehmen", sagte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann bei der Hauptversammlung. Die erfolgreich angelaufenen Sparprogramme sollen fortgesetzt werden.

Salzgitter will auch die positiven Entwicklungen am Markt nutzen, um höhere Gewinne einzufahren. "Wir streben für 2017 die vierte Ergebnissteigerung in Folge an", sagte Fuhrmann. Für 2017 werde ein Vorsteuergewinn zwischen 125 Mio. und 175 Mio. Euro erwartet. Der Umsatz soll auf etwa 9 Mrd. Euro steigen.

Salzgitter legt bestes Quartalsergebnis seit 2008 vor

Ein erfolgreicher Start ist dem Stahlkonzern dabei geglückt. Nach den ersten drei Monaten legte das Unternehmen das beste Quartalsergebnis seit 2008 vor. Unter dem Strich verdiente Salzgitter in den ersten drei Monaten 48,7 Mio. Euro - nach einer Million Euro im Vorjahreszeitraum.

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Nach verlustreichen Vorjahren hat das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr gut 57 Mio. Euro Gewinn gemacht. In der Rückschau räumte der Vorstand ein, dass neben besseren Stahlpreisen, die Verhängung von Strafzöllen gegen chinesische Importe durch die EU-Kommission Wirkung gezeigt habe. "Wäre der EU-Markt offen geblieben, wie noch zur Jahreswende 2015/2016, würden wir weitaus weniger erfreuliche Zahlen sehen", sagte Fuhrmann in Braunschweig. (dpa/apa/red)