Infrastruktur

Salzburger Lokalbahn wird verlängert - Geld vom Bund

Der Bund zahlt die Hälfte der Kosten für die Verlängerung der Salzburger Lokalbahn: Das Verkehrsministerium hat auch für Modernisierung der Bestandsstrecke 50 Prozent der Summe zugesichert.

Standort Salzburg Bauindustrie Norbert Hofer Wilfried Haslauer

Das Verkehrsministerium hat eine finanzielle Unterstützung für die rund 750-Meter-Verlängerung der Salzburger Lokalbahn in der Stadt Salzburg vom Hauptbahnhof bis zum Mirabellplatz und auch für die Modernisierung der Strecke von Lamprechtshausen in die Stadt zugesichert. "Der Bund übernimmt für beide Projekte die Hälfte der Kosten", informierte das Landes-Medienzentrum.

Erfolgreicher "Verkehrsgipfel" in Wien

Eine Delegation aus Salzburger ÖVP-Politikern war nach Wien gereist, um sich die erhoffte Zusage vom Bund zu holen - was auch gelang. Die Absichtserklärung wurde von Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Verkehrslandesrat Stefan Schnöll, dem wiedergewählten Salzburger Bürgermeister Harald Preuner und Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) unterzeichnet.

"Die Verlängerung der Salzburger Lokalbahn ist ein Meilenstein in der Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs im Zentralraum Salzburg", sagte Preuner. Stadt und Land würden "gemeinsam Hand in Hand mit den Umlandgemeinden an zukunftsfähigen Lösungen" arbeiten.

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Auch der Landeshauptmann und der Verkehrslandesrat zeigten sich nach dem erfolgreichen "Verkehrsgipfel" in Wien erfreut. "Diese Maßnahmen werden einen wesentlichen Beitrag zum Landesverkehrskonzept 'salzburg.mobil 2025' leisten und tragen zur Verlagerung des Individualverkehrs zum öffentlichen Verkehr bei." Die Bundesmittel sollen aus der Nahverkehrsmilliarde zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs kommen. Aus diesem Budgettopf sollen ab dem Jahr 2020 Verkehrsprojekte in Ballungsräumen mitfinanziert werden, die über die Stadtgrenzen hinaus verkehrswirksam sind und das Einpendlerproblem verringern.

Diese Baumaßnahmen sind geplant

In einem ersten Schritt ist geplant, die Lokalbahn vom Salzburger Hauptbahnhof bis zum Mirabellplatz unterirdisch zu verlängern. Laut einer Machbarkeitsstudie von 2018 kostet das Projekt dieser "Mini"-U-Bahn rund 150 Millionen Euro. Nachdem der Bund jetzt eine Kostenübernahme von maximal 50 Prozent zugesichert hat, müssen sich Stadt und Land Salzburg die restlichen Kosten untereinander aufteilen. Läuft alles nach Plan, wäre ein Baustart 2022 und eine Inbetriebnahme 2024 möglich.

In einer weiteren Ausbauphase soll die Strecke bis in die Alpenstraße (Salzburg-Süd) und nach Hallein weitergeführt werden. Geprüft wird auch die Einbindung der S-Bahn-Gleise in den Ausbau der Lokalbahn.

Zudem soll ein zweigleisiger Ausbau der Lokalbahn-Bestandsstrecke von Lamprechtshausen im Flachgau beziehungsweise Ostermiething (OÖ) in die Stadt Salzburg einen durchgängigen 15-Minuten-Takt ermöglichen. Der heutigen Absichtserklärung zufolge finanziert der Bund die Hälfte der Kosten.

Zur Durchführung der Verkehrsprojekte haben Land und Stadt Salzburg sowie die Salzburg AG die "Salzburger Regionalstadtbahn Projektgesellschaft" gegründet. Der offizielle Gründungsakt ist noch nicht erfolgt. Die Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrages soll aber demnächst stattfinden, hieß es aus dem Büro des Landeshauptmannes. (apa/red)

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