Energieversorger

Salzburg AG erwirtschaftet einen Rekordgewinn

Die Salzburg AG hat im Vorjahr einen Rekordgewinn erwirtschaftet. Der dem Land, der Stadt unt der Energie AG gehörende Versorger will sich künftig verstärkt der Digitalisierung und widmen, aber auch weiter in die Erzeugung investieren.

Im Bild eine Strom-zu-Wärme-Anlage (P2Heat) der Salzburg AG.

Die Salzburg AG hat im Geschäftsjahr 2017 ihren Umsatz von knapp 1,1 Mrd. auf 1,3 Mrd. Euro erhöht. Gleichzeitig stieg der Gewinn vor Steuern um 6,7 Prozent auf 46,1 Mio. Euro. Der operative Cashflow lag im vergangenen Jahr bei 125,1 Mio. Euro.

Laut Unternehmen handelt es sich um den wirtschaftlich erfolgreichsten Jahresabschluss seit der Fusion aus Salzburger Stadtwerken und SAFE im Jahr 2000. An die Eigentümer Land Salzburg, Stadt Salzburg und die oberösterreichische Energie AG wird heuer eine Dividende in Höhe von 24,5 Mio. Euro ausgeschüttet.

Neue Investitionen

Insgesamt tätigte das Unternehmen im vergangenen Jahr Bruttoinvestitionen in der Höhe von knapp 110 Mio. Euro in Versorgungssicherheit, erneuerbare Energien, Breitbandinternet und Verkehr. Die Salzburg AG beschäftigte 2017 rund 2.200 Mitarbeiter.

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Wie Vorstandssprecher Leonhard Schitter sagte, sei das Umsatzwachstum auf alle Geschäftsfelder zurückzuführen, den Löwenanteil trage aber der Bereich Energie bei. Zugleich bestätige das gute Ergebnis auch die 2016 gestartete strategische und operative Neuausrichtung des Unternehmens. Die Salzburg AG möchte neben der Absicherung des Bestandsgeschäfts Prozesse digitalisieren und optimieren und neue Geschäftsfelder erschließen. "Wir wollen durch Innovation wachsen, dort einsparen, wo es möglich ist, und dem Kunden Mehrwert bieten", erklärte Schitter.

Ausbau beim Breitband-Internet

Der regionale Fokus soll weiter auf Salzburg liegen, trotzdem wolle man selektiv auch außerhalb des Bundeslandes wachsen. Bei der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien setzt die Salzburg AG in Zukunft neben der Wasserkraft verstärkt auf Sonnenstrom: Bis 2030 sollen jährlich 1.000 Salzburger Dächer mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden.

Zugleich investiert das Unternehmen ab 2018 jährlich 21 Mio. Euro in den flächendeckenden Ausbau von Breitband-Internet. "Bis 2030 sind das in Summe eine Viertelmilliarde Euro", so Schitter. Am Ende soll landesweit eine Datenübertragungsrate von einem Gigabit pro Sekunde angeboten werden können. Außerdem fördert das Unternehmen gezielt den Ausbau von Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität: Die Salzburg AG errichtet derzeit etwa ein Netz öffentlicher Stromtankstellen im Land.

Die Zahl der beförderten Fahrgäste im öffentlichen und im touristischen Verkehr erhöhte sich 2017 erneut. Die Obus-Flotte in der Landeshauptstadt transportierte im Vorjahr insgesamt 43,16 Millionen Fahrgäste (2016: 41,76 Mio.), die Salzburger Lokalbahn 4,95 Millionen Passagiere (2016: 4,92 Mio.). Auch bei der Festungsbahn (2,42 Millionen) und der Schafbergbahn (0,31 Millionen) gab es Zuwächse bei den Fahrgastzahlen.

"Fokus viel stärker auf der technologischen Ebene"

Im Salzburger Pinzgau laufen derzeit der Bau des neuen Salzach-Kraftwerk Gries, das gemeinsam mit dem Verbund errichtet wird, und der Ausbau des Kraftwerks Dießbach zum Pumpspeicherkraftwerk. "Dort werden in Zukunft 24 einzeln zuschaltbare Matrixpumpen höchste Flexibilität beim Ausgleich der schwankenden Erzeugung von Wind und Photovoltaik garantieren", sagte Vorstand Horst Ebner am Mittwoch.

"Kraftwerke werden immer Teil der DNA der Salzburg AG sein - aber der Fokus liegt in Zukunft viel stärker auf der technologischen Ebene", betonte Schitter. "Das Thema, das uns treibt, heißt Digitalisierung. Wir wollen die Salzburg AG zum digitalisierten Technologieunternehmen machen." (apa/red)