Salzburg AG-Chef Arno Gasteiger zieht sich zurück

Arno Gasteiger, Vorstandssprecher der Salzburg AG, zieht sich nach elfeinhalb Jahren an der Spitze des Energiekonzerns mit Jahresende aus seiner Funktion zurück und geht in Pension.

Gasteiger wurde am 30. September 1947 in Salzburg geboren. Er ist verheiratet und Vater von fünf Kindern. Nach dem Besuch der Volksschule Zell am See absolvierte er die höhere Internatsschule des Bundes in Saalfelden. 1965 ging er nach Innsbruck, um Rechtswissenschaften zu studieren. Er arbeitete bei der Salzburger Handelskammer (heute: Wirtschaftskammer Salzburg). Von 1977 bis 1979 war er Redakteur bei den Salzburger Nachrichten, von 1979 bis 1984 leitender Redakteur im ORF-Landesstudio Salzburg. 1984 wechselte Gasteiger für insgesamt 16 Jahre in die Landesregierung, ab 1989 für elf Jahre als Landeshauptmann-Stellvertreter.

Im Laufe dieser 16 Jahre verantwortete Gastegier unter anderem die Ressorts Finanzen, Wirtschaft, Fremdenverkehr, Verkehr, Wohnbau, Krankenanstalten und Raumordnung. In seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender des früheren Landesenergieversorgers SAFE war er mit der Energie- und Infrastrukturwirtschaft verbunden. Mit April 2000 wechselte Gasteiger in die damalige SAFE, um in den letzten Monaten die Fusion hin zur neuen Salzburg AG zu gestalten. Am 15. September 2000 nahm die aus SAFE und Salzburger Stadtwerke AG fusionierte Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation ihren Betrieb auf. Vom ersten Tag an war Arno Gasteiger Vorstandssprecher des heimischen Energie- und Infrastrukturdienstleisters. Nicht zuletzt war es die Fusion von SAFE und Salzburger Stadtwerke, die er gemeinsam mit Heinz Schaden und Othmar Raus vorantreiben und erfolgreich umsetzen konnte.

Die Salzburg AG hat sich in den 11 Jahren unter der Führung von Arno Gasteiger und seinem Vorstandskollegen August Hirschbichler sehr gut entwickelt. Die Liberalisierung konnte erfolgreich bewältigt werden, die energiewirtschaftliche Bilanz ist positiv, die Abhängigkeit von Stromzukäufen wurde durch den Ausbau der erneuerbaren Energien in Salzburg verringert. Allein neun Wasserkraftwerke wurden in den letzten Jahren neu errichtet bzw. ausgebaut. Die Erträge aus dem Telekommunikationsgeschäft wuchsen von Jahr zu Jahr. Ein offensiver Verkehrsbereich ist heute eine unverzichtbare Lebensader unserer Region. Die Entwicklung der Strompreise für Haushaltskunden konnte so gestaltet werden, dass die Salzburg AG heute unter den allergünstigsten Anbietern ist. Diese Niedrigpreisstrategie der Salzburg AG wurde erst vergangene Woche vom Bundesrechnungshof ausdrücklich gelobt.