Personalia

Sabine Herlitschka neue Vorsitzende von ECSEL

Die Chefin von Infineon Österreich übernimmt den Vorsitz eines Kooperationsprogramms zwischen Staaten und großen Herstellern. Ziel der Initiative ist es, mit Förderungen die Wettbewerbsfähigkeit von elektronischen Komponenten und Systemen aus Europa zu stärken.

Sabine Herlitschka übernimmt den Vorsitz des ECSEL (Electronic Components and Systems for European Leadership) Joint Undertaking (JU) für 1 Jahr, teilte ECSEL mit.

Der Zusammenschluss von EU und 29 Staaten versucht die Position Europas am globalen Markt für elektronische Komponenten und Systeme zu stärken.

Ein Programm zwischen Staaten und Konzernen

ECSEL JU ist ein von der Europäischen Union und 29 Mitgliedsstaaten betriebenes Public-Private Partnership-Programm zur Stärkung der globalen Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von elektronischen Komponenten und Systemen aus Europa.

Bis 2020 sollen dafür insgesamt rund 5 Mrd. EUR an Investitionen aus EU-Fördergeldern, nationalen und regionalen Beiträgen von ECSEL-Teilnehmerstaaten und von der Privatwirtschaft bereitgestellt werden. Sabine Herlitschka, derzeit Vorstandsvorsitzende von Infineon Technologies Austria AG, wird Nachfolgerin von Andrea Cuomo (STMicroelectronics), dessen Mandat nun ausläuft.

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"Umfassende Erfahrungen in Industrie und Fördereinrichtungen"

Sabine Herlitschka verfüge über "umfassende Erfahrungen in den Bereichen Industrie, Universitäten und Fördereinrichtungen", heißt es weiter. Vor ihrem Eintritt bei Infineon war sie Bereichsleiterin für europäische und internationale Programme bei der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft. Seit mehr als 20 Jahren ist sie in strategischen internationalen und europäischen Forschungs-, Technologie- und Innovationsinitiativen tätig, insbesondere in Zusammenarbeit mit den USA.

Derzeit ist Herlitschka Mitglied der Horizon 2020 High Level Strategy Group on Industrial Technologies, mit der Aufgabe, strategische Inputs für die zukünftige Entwicklung des 9. EU-Rahmenprogramms im Bereich Industrie- und Schlüsseltechnologien zu erarbeiten.

Stellungnahme Herlitschka

Dazu Herlitschka: "Ich danke dem Verwaltungsrat für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Das ECSEL JU spielt eine wesentliche Rolle für ein starkes Europa in einer wissensbasierten und zunehmend digitalisierten Wirtschaft und Gesellschaft. In einem sich verschärfenden globalen Wettbewerb sind elektronische Komponenten und Systeme als Schlüsseltechnologien besonders gefordert. Elektronische Komponenten und Systeme sind untrennbar mit anderen innovativen Industriesektoren verbunden und tragen erheblich dazu bei, Produktionsstätten in Europa zu halten oder sogar zurückzuholen, große Herausforderungen wie den Klimawandel und die alternde Gesellschaft zu meistern und den Lebensstandard der Bürger in ganz Europa zu verbessern. Daher muss es gelingen, gemeinsam die europäische Innovationskraft weiter zu stärken und die Weichen für das 9. Rahmenprogramm richtig zu stellen. Ich freue mich, dazu aktiv beizutragen."

Weitere Eckdaten zum Programm

ECSEL (Electronic Components and Systems for European Leadership) Joint Undertaking ist ein gemeinsames Public-Private Partnership-Programm, das im Juni 2014 durch Verordnung des Rates der Europäischen Union begründet wurde.

Die Initiative wird zwischen 2014 und 2020 bis zu 1,17 Mrd. EUR an Fördergeldern aus dem EU Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 abrufen und mit einem entsprechend hohen Betrag aus nationalen/regionalen Mitteln sowie Beiträgen von Teilnehmern aus der Privatwirtschaft zusammenführen.

(red)

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