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RZB-Chef zur Bankomatgebühr: Macht Banken nicht dramatisch reicher

Für überzogen hält der Chef der Raiffeisen Zentralbank (RZB) und Raiffeisen-Generalanwalt Walter Rothensteiner die Aufregung um die Bankomatgebühren bei der BAWAG.

Walter Rothensteiner Raiffeisen Raiffeisen Zentralbank Finanzinstitute

Für total überzogen hält der Chef der Raiffeisen Zentralbank (RZB) und Raiffeisen-Generalanwalt Walter Rothensteiner die Aufregung um die Bankomatgebühren bei der BAWAG. Diese Bank hat die Gratisbehebungen an Bankomaten limitiert, bei billigen Konten ist z.B. nur mehr eine Abhebung im Monat gratis.

"Die Banken werden nicht dramatisch reicher werden, wenn sie so etwas machen", so Rothensteiner.
"Wenn eine Bank das teuer bepreisen will, hat der Kunde die Chance, die Bank zu wechseln. Auch das ist Wettbewerb", sagte Rothensteiner zur APA.

Bei Raiffeisen gebe es in der Frage der Bankomatentgelte keine österreichweite Lösung. Das müsse jede Bank für sich entscheiden, so Rothensteiner. Von seinen Kunden Gebühren fürs Geldabheben an eigenen Bankomaten zu verlangen, sei im Effekt wie Negativzinsen. Für Abhebungen bei fremden Bankomaten wird in Tirol bei Raiffeisen schon seit Jahren ein Entgelt eingehoben.

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Ein gesetzliches Verbot von Bankomatgebühren lehnt der Raiffeisen-Manager Rothensteiner ab. Da wäre man bei der amtlichen Preisregelung.

Bei seit Februar verkauften Kontopaketen der BAWAG ist im billigsten Konto im Monat nur eine Automatentransaktion gratis, in einem etwas teureren sind es fünf Transaktionen bzw. Abhebungen. Jede weitere Transaktion kostet hier 39 Cent, unabhängig davon, ob das Geld von einem bankeigenen oder von einem fremden Bankomaten abgehoben wird. (apa/red)