Windkraftindustrie

RWE testet vor spanischer Küste schwimmendes Windrad

RWE will vor der spanischen Atlantikküste eine schwimmende Windkraftanlage testen, die aus einem Schwimmkörper aus vorgefertigten Betonteilen besteht. Solche Plattformen seien eine Möglichkeit, Windräder auch in tiefen Gewässern zu errichten, hieß es dazu.

Der deutsche Energiekonzern RWE will vor der spanischen Atlantikküste eine schwimmende Windkraftanlage testen. Schwimmende Plattformen seien eine Möglichkeit, Windräder auch in tiefen Gewässern zu errichten, teilte RWE mit. Partner bei dem Projekt vor der Küste des Baskenlandes sei das spanische Bauunternehmen Saitec Offshore Technologies.

Die Windturbine soll auf einem katamaran-ähnlichen Schwimmkörper aus vorgefertigten Betonteilen errichtet werden.

Der Atlantik ist an der betreffenden Stelle 85 Meter tief

Die Plattform samt Turbine werde etwa drei Kilometer vor die Küste geschleppt. Der Ozean sei an dieser Stelle rund 85 Meter tief. Im Meeresboden verankerte Leinen aus Ketten und Kunstfaserseilen sollen die schwimmende Plattform auf Position halten. Die Zwei-Megawatt-Anlage gehe voraussichtlich im dritten Quartal 2021 in Betrieb. Die erzeugte Elektrizität soll in das spanische Stromnetz eingespeist werden.

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RWE ist in Österreich maßgeblich an der Kärntner Kelag beteiligt, im Aufsichtsrat sitzt der frühere ÖVP-Kanzler Wolfgang Schüssel. (dpa/apa/red)