Luftfahrtindustrie

Russland will trotz schwerer Unfälle am Superjet Suchoj festhalten

Ungeachtet der Flugzeugkatastrophe vor einem Monat in Moskau mit 41 Toten will Russland an seinem Flugzeug vom Typ Suchoi Superjet-100 festhalten. Die Nachfrage aus Russland und dem Ausland sei unverändert hoch, hieß es.

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Ungeachtet der Flugzeugkatastrophe vor einem Monat in Moskau mit 41 Toten will Russland an seinem Flugzeug vom Typ Suchoi Superjet-100 festhalten. Es gebe keinen Grund, die Produktion des Superjets einzustellen oder das Projekt gänzlich in Frage zu stellen, sagte Vizeregierungschef Juri Borissow der Agentur Interfax zufolge beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg.

Die Nachfrage aus Russland und aus dem Ausland sei unverändert, sagte Borissow. "Das Projekt sollte fortgesetzt werden."

Erste Neuentwicklung seit Ende der Sowjetunion

Ein Superjet der staatlichen Fluggesellschaft Aeroflot war Anfang Mai kurz nach dem Start wegen technischer Probleme nach Moskau zurückgekehrt. Beim Landeanflug auf den Flughafen Scheremetjewo prallte die Maschine mehrfach auf den Boden und ging in Flammen auf. 37 Menschen konnten sich retten, darunter die Piloten.

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Die Ermittlungen zur Ursache dauern an. Ein Bericht dazu steht noch aus. Der Superjet-100 (SSJ-100) ist für Russland die erste Neuentwicklung seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor gut 30 Jahren.

Seit 2011 sind die Maschinen zugelassen. Immer wieder gab es Berichte über Pannen und Zwischenfälle. Von den 138 Superjets, die weltweit im Einsatz sind, fliegen 105 für russische Airlines. (dpa/apa/red)