Russland

Russland verpasste Lkw-Bauer Scania Dämpfer

Das schwächelnde Geschäft in Russland macht dem schwedischen Lkw-Bauer Scania beim Blick in seine Auftragsbücher Sorgen. Die dortigen Bestellungen seien stark auf ein sehr niedriges Niveau zurückgegangen, die Aussichten seien unsicher, so Scanias Interimschef Per Hallberg.

Aus Europa verzeichnete die VW-Tochter im ersten Quartal dagegen so viele Bestellungen wie seit 2007 nicht mehr.

Hallberg hatte das Ruder bei Scania übernommen, nachdem am Mittwoch überraschend bekanntgeworden war, dass der bisherige Scania-Chef zur Konkurrenz wechselt: Künftig leitet Martin Lundstedt die Geschäfte bei Volvo. Er war seit 2012 Vorstandschef bei Scania gewesen.

Unter dem Strich verdiente das Unternehmen im ersten Quartal 1,7 Milliarden schwedische Kronen (182,8 Millionen Euro) und damit etwas mehr als in den ersten drei Monaten 2014 (1,56 Milliarden Kronen). Auch der Umsatz fiel mit 22,3 Milliarden Kronen etwas besser aus als im Vorjahreszeitraum. Doch der schwache Markt in Russland habe auch die Service-Erlöse gedrückt, berichtete Hallberg.

Der Volkswagen-Konzern hatte den schwedischen Lastwagenbauer Scania im vergangenen Jahr komplett übernommen, um den Weg für eine Lkw-Allianz mit dem einstigen Konkurrenten MAN und Volkswagens eigener Sparte für Nutzfahrzeuge freizumachen. (apa/dpa)

Fotostrecke: VW - der Zwölf-Marken-Konzern
 

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