Justiz

Rupert Stadler wartet weiter auf eine Freilassung

Der inhaftierte Konzernchef von Audi muss weiter auf seine Freilassung warten. Stadler sitzt seit sechs Wochen in Untersuchungshaft. Inzwischen hat er Beschwerde dagegen eingereicht - bisher ohne Ergebnis.

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Die Gerichtsentscheidung über eine Freilassung des beurlaubten Audi-Chefs Rupert Stadler aus der Untersuchungshaft zieht sich hin. Zwischen den Verfahrensbeteiligten würden darüber noch Schriftsätze ausgetauscht, sagten zwei Insider zu Reuters. Stadler, der seit sechs Wochen in Untersuchungshaft sitzt, hatte dagegen vor zwei Wochen Beschwerde eingelegt.

Im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen von Volkswagen und der Konzerntochter Audi verdächtigt die Staatsanwaltschaft München Stadler des Betrugs und der versuchten Zeugenbeeinflussung. Stadler, der im Untersuchungsgefängnis in Augsburg mehrfach von den Staatsanwälten vernommen wurde, hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Verdacht auf versuchte Zeugenbeeinflussung

Der Verdacht der versuchten Zeugenbeeinflussung, den die Staatsanwaltschaft laut Eingeweihten beim Abhören eines Telefonats gewonnen hatte und mit dem sie die Untersuchungshaft begründet, ist schwer zu entkräften. Stadlers Verteidiger will dem Landgericht München dazu nach Angaben aus Kreisen der Beteiligten eine Stellungnahme übermitteln. Das Gericht, die Staatsanwaltschaft und Stadlers Verteidiger äußerten sich am Mittwoch nicht dazu.

Zwei weitere Topmanager wieder frei

In dem Münchner Ermittlungsverfahren waren der frühere Audi-Manager und Porsche-Vorstand Wolfgang Hatz und ein ehemaliger Audi-Ingenieur nach monatelanger Untersuchungshaft gegen Kaution auf freien Fuß gekommen. (reuters/apa/red)

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