Personalie

Roland Feichtl ist neuer Präsident von CECIMO

Roland Feichtl wurde als erster Österreicher zum Präsidenten des europäischen Verbandes der Werkzeugmaschinen-Industrie CECIMO gewählt.

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In den kommenden zwei Jahren wird Roland Feichtl, Geschäftsführer von Krause & Mauser/Krauseco Werkzeugmaschinen dem Verband Werkzeugmaschinen-Industrie (CECIMO) als neuer Präsident vorstehen. Er führt damit die europäische Werkzeugmaschinen-Industrie an, die für ein Drittel der weltweiten Produktion steht.

Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie, freut sich, „dass rechtzeitig zur österreichischen EU-Präsidentschaft ein Österreicher auch Präsident einer der bedeutendsten Industrie-Branchenverbände auf Brüsseler Ebene geworden ist.“ Feichtl ist langjähriges Ausschussmitglied im Fachverband der Metalltechnischen Industrie, die Werkzeugmaschinenbranche ist wiederum eine der wichtigsten Branchen innerhalb dieser Industrie.

Österreich als großer Hersteller von Werkzeugmaschinen

Österreich ist noch vor Ländern wie Großbritannien und Frankreich der fünftgrößte Hersteller von Werkzeugmaschinen in Europa und liegt auch weltweit unter den Top 10. Beim Werkzeugmaschinenexport pro Kopf ist Österreich die Nummer 1 in der EU und die Nummer 3 weltweit.
Roland Feichtl war bei CECIMO lange Jahre Member of the Board of Delegates und will nun als Präsident folgende Schwerpunktthemen setzen: 

White Paper zum Thema

  • • Sicherung der Vorreiterrolle in den Zukunftsfeldern Industry 4.0, Artificial Intelligence, Big Data und Data Ownership;
  • Beseitigung des Investment Gap in Europa und Maßnahmen gegen die Überalterung des Maschinenparks,
  • Fokus der wirtschaftlichen Prioritäten der EU auf die (Re-)Industrialisierung Europas

Feichtl sehe laut Aussendung dabei als größte Herausforderung,  den Vertretern der europäischen Kommission und des europäischen Parlaments die strategische Rolle dieser Industrie für Europa klar zu machen: „Gerade unsere Industrie ist wesentlich verantwortlich für das Beschäftigungswachstum, den wirtschaftlichen Wohlstand und vor allem die Investitionen in Europa. Es ist absolut notwendig, gegenüber den Verantwortlichen auf der europäischen Ebene mehr Verständnis für die Bedürfnisse unserer Branche einzufordern, damit keine weiteren Verschlechterungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eintreten.“

Kritische Haltung zur Elektromobilität

Feichtl sehe dabei in der „einseitigen Forcierung der batteriegetriebenen Elektromobilität durch die Politik“ eine Gefahr bzw. Scheinlösung und wende sich gegen den gegenwärtigen Mainstream. „Die Politik sollte den Rahmen vorgeben und nicht technologische Lösungen auswählen. Es gibt noch weitere attraktive Lösungen mit der wir durch unsere weltweite Technologieführerschaft einen echten und wirklichen Beitrag zur Verringerung der Umweltbelastung erreichen könnten. Dazu zählen optimierte bzw. mit synthetischen Kraftstoffen oder Wasserstoff angetriebene Verbrennungsmotoren. Der ausschließliche Fokus auf die Elektromobilität nimmt uns Optionen und gefährdet darüber hinaus Millionen hochwertiger europäischer Arbeitsplätze“, so Feichtl.

Feichtl ist auch Miteigentümer und Vorsitzender des Aufsichtsrates von Feiba Engineering & Plants in Traun/OÖ, ein auf Automation und Robotik-Applikationen spezialisiertes Unternehmen.