Verkehr

RoLa-Ausbau am Brenner: Warnung vor "noch nie da gewesenem Lärmterror"

Vor dem Ausbau der "Rollenden Landstraße" auf der Brennerstrecke fordert das Transitforum Austria-Tirol fordert viel stärkeren Lärmschutz. Ohne Lärmschutz würde dies ein "Aussiedelungsprogramm für das Wipptal" darstellen, so Obmann Fritz Gurgiser.

Das Transitforum Austria-Tirol mahnt die Ausstattung der Bahnstrecke Kufstein-Brenner mit "zeitgemäßem Lärmschutz" vor dem angekündigten schrittweisen Ausbau der Rollende Landstraße (RoLa) durch die ÖBB ein. Eine geplante Verdoppelung bis Verdreifachung der RoLa ohne Lärmschutz würde das Wipptal bei Tag und Nacht "mit einem noch nie da gewesenen Lärmterror" belasten, erklärte Obmann Fritz Gurgiser.

Ohne Lärmschutz würde dies ein "Aussiedelungsprogramm für das Wipptal" darstellen, meinte Gurgiser in einer Aussendung und nannte die RoLa die "teuerste und auch lauteste Möglichkeit des Gütertransitverkehrs durch Tirol". In einem an ÖBB-Vorstandschef Andreas Matthä übermittelten "Dossier" anlässlich "30 Jahre Notterminal Brennersee" forderte Gurgiser zudem unter anderem die "Verlagerung des gesamten lauten Güterverkehrs in die Neue Unterinntaltrasse" sowie das "Nutzen aller technischen Möglichkeiten einer 'leisen Eisenbahn' am Schienenkörper".

Der Rola-Ausbau soll dazu führen, dass sich pro Tag 1.300 Lkw weniger auf Tirols Straßen bewegen. Dass die Kapazitäten bis 2021 auf 450.000 Lkw von derzeit 200.000 pro Jahr gesteigert werden sollen, wurde bereits beim deutsch-österreichischem Verkehrsgipfel in Berlin im Juli vereinbart. (apa/red)

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