Riesiger Streik bei Hyundai und Kia

In Südkorea haben rund 80.000 Mitarbeiter von Hyundai bei einem Warnstreik für vier Stunden ihre Arbeit niedergelegt. Es geht um eine neue Autofabrik mit Billigstlöhnen.

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Pläne für eine Niedriglohn-Autofabrik in der südkoreanischen Stadt Gwangju haben die Gewerkschaft bei Hyundai auf die Barrikaden getrieben. Etwa 80.000 Beschäftigte bei Hyundai Motor und dessen Schwesterfirma Kia Motors legten bei einem Warnstreik für vier Stunden ihre Arbeit nieder.

Damit wolle man gegen das "Gwangju-Modell" protestieren, sagte der für die Autoindustrie zuständige Exekutivdirektor bei der koreanischen Gewerkschaft der Metallarbeiter (KMWU), Ha Young Chul.

Hyundai und die Stadtregierung von Gwangju verhandeln über den Bau einer Fabrik, in der die Beschäftigten für einen Jahreslohn von 35 Millionen Won (27.681 Euro) arbeiten sollten. Sie würden damit weniger als die Hälfte des für den Autohersteller landesweit durchschnittlichen Jahresverdiensts von 92 Millionen Won erhalten.

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Geplant ist die Produktion eines Mini-SUV. Die weltweit fünftgrößte Autogruppe will mit 19 Prozent in ein Joint Venture für das von der Stadt initiierte Projekt einsteigen.

Doch die Verhandlungen liegen seit dieser Woche wegen unterschiedlicher Vorstellungen zu den Lohnverhandlungen mit der Gewerkschaft erst einmal auf Eis. Das Unternehmen werde eine finale Entscheidung über seine Teilnahme an dem Projekt treffen, "falls dieses machbar erscheint", teilte die Hyundai-Motor-Gruppe mit. (dpa/apa/red)

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