Baustoffe

RHI: Zuversichtlich für 2012

Trotz schwacher Stahlkonjunktur. Bei Zukäufen vor allem Indien im Blick.

Der börsenotierte Industriekonzern RHI blickt trotz der mauen Stahlnachfrage in Europa optimistisch auf die kommenden Monate. 2012 werde eine operative Rendite (Ebit) über dem Vorjahresniveau von 8,6 Prozent erreicht, kündigte RHI am Dienstag an. Im dritten Quartal stieg die Kennzahl dank des Sparkurses von 9,1 auf 12,3 Prozent. Das Unternehmen, das Stahl- und Zementhersteller mit feuerfesten Schmelzwannen und Gießpfannen beliefert, führte den Zuwachs vor allem auf gute Geschäfte mit der Kupfer- und Nickel- sowie Teilen der Zementindustrie zurück.

Damit konnte die RHI dem Abwärtstrend in der Stahlindustrie entfliehen. Diese bekommt derzeit die kriselnde Nachfrage aus der Autoindustrie, der Baubranche und dem Maschinenbau zu spüren - und auch für 2013 sind die Aussichten nicht rosig.

Wachstumsmarkt Indien

Bei Zukäufen hat die RHI vor allem Indien im Blick. Allerdings könnte sich eine Akquisition in dem Wachstumsmarkt noch etwas hinziehen. Zwar habe RHI bereits einige Ziele vor Augen. "Aber der Markt verlangsamt sich", sagte Finanzvorstand Barbara Potisk-Eibensteiner am Dienstag in einer Analystenkonferenz.

In Brasilien sei die RHI auf der Suche nach lokalen Rohstoffproduzenten. Hintergrund sind die deutlich gestiegenen Zölle für den Import von Rohstoffen aus anderen Kontinenten, die auch die Pläne für den Bau eines RHI-Werks in Brasilien ins Wanken bringen. Das Unternehmen hatte nach Ankündigung der Strafzölle erklärt, die Pläne für das Werk in der Nähe von Rio de Janeiro mit 200 Mitarbeitern zu überdenken. (APA/Reuters)

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