Feuerfest

RHI Magnesita baut neuen Förderstollen in Tirol

Feuerfest-Konzern RHI Magnesita errichtet am Standort Hochfilzen in Tirol einen neuen Förderstollen. Außerdem investiert der Konzern in bestehende und neue Anlagen und den Bau eines modernen Drehrohrofens.

Feuerfest Bergbau RHI Magnesita Standort Tirol

Der börsennotierte Feuerfest-Konzern RHI Magnesita errichtet am Standort Hochfilzen in Tirol einen neuen Förderstollen. Damit sollen 7.500 Lkw-Fahrten pro Jahr eingespart werden, teilte das Unternehmen nach dem Tunnelanschlag mit. An einem durchschnittlichen Betriebstag bedeute dies rund 45 Lkw weniger, die vom Abbaugebiet zum Werk fahren würden.

Der Konzern wendet insgesamt 40 Mio. Euro für den Standort auf, damit wird das sogenannte Dolomite Resource Center Europe errichtet. Neben dem Förderstollen wird auch in bestehende und neue Anlagen und den Bau eines hochmodernen Drehrohrofens investiert. Die Bauarbeiten für den Förderstollen und erweiterten Dolomitbergbau sollen im Herbst 2021 abgeschlossen werden, der Drehrohrofen soll Anfang Dezember 2021 in Betrieb genommen werden, hieß es. Der Abbau in Hochfilzen soll damit von 10.000 bis 60.000 Tonnen auf 200.000 Tonnen Dolomit gesteigert werden.

"Durch die Schaffung des Stollens wird der Lkw-Verkehr vor Ort drastisch reduziert und ein nachhaltiges Transportsystem ermöglicht", sagte Tunnelpatin und Executive Vice President Simone Oremovic. Der Tunnel stellt den ersten Abschnitt auf dem Weg des Rohstoffes dar. Per Bahn wird der in Hochfilzen aufbereitete Dolomit dann in Schwesterwerke nach Frankreich transportiert und weiterverarbeitet. "Wir machen uns mit dieser Investition zukunftsfit. Es entsteht ein Innovationsstandort, durch den langfristig moderne Arbeitsplätze gesichert werden", sagte Rajah Jayendran, Leiter der europäischen Produktionsstandorte.

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RHI Magnesita ist laut eigenen Angaben der Weltmarktführer bei hochwertigen Feuerfestprodukten, -systemen und -serviceleistungen. Der Konzern beschäftigt über 13.650 Mitarbeiter in 32 Produktionswerken und mehr als 70 Vertriebsstandorten. (apa/red)