Maschinenbau

Rheinmetall bietet wieder für VW-Konzerntochter Renk

Der deutsche Waffenbauer Rheinmetall geht wieder ins Rennen um den Hersteller von Panzerantrieben, den auch zwei Finanzfirmen kaufen wollen. Renk ist laut Insidern 700 Mio. Euro wert.

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall ist Insidern zufolge wieder im Rennen um die von Volkswagen zum Verkauf gestellte Panzergetriebe-Tochter Renk. Der Konzern, der wegen seines unattraktiven Angebots zunächst aus dem Rennen geworfen wurde, sei wieder an den Verhandlungstisch eingeladen worden, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Rheinmetall konkurriere mit den Beteiligungsgesellschaften Carlyle und EQT um Renk. Unklar blieb, ob Triton noch im Boot ist, während KKR wohl ausgeschieden ist. Keines der Unternehmen wollte sich dazu äußern.

Großauftrag der britischen Armee

Den Insidern zufolge dürfte Renk auf einen Unternehmenswert von rund 700 Millionen Euro kommen. Das Unternehmen baut neben Panzergetrieben auch Getriebe für andere schwere Fahrzeuge und wächst in dem Bereich deutlich. Dabei profitiert die Firma unter anderem von einem Großauftrag der britischen Armee für Ajax-Panzer, die bis 2026 ausgeliefert werden.

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Volkswagen hatte im Mai angekündigt, den Konzernumbau voranzutreiben und sich stärker auf das automobile Kerngeschäft zu konzentrieren. Für Randbereiche wie Renk und MAN Energy Solutions sollten Lösungen gefunden werden. (reuters/apa/red)

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