Luftfahrt

Rettungspaket für Lufthansa: Berlin reagiert erleichtert

Die deutsche Regierung reagiert mit Erleichterung auf die Annahme des staatlichen Rettungspaketes für die APA-Mutter Lufthansa. "Wir werden uns nicht in das operative Geschäft einmischen", heißt es seitens des Finanzministers Scholz und des Wirtschaftsministers Altmaier.

Die deutsche Regierung reagiert mit Erleichterung auf die Annahme des staatlichen Rettungspaketes für die APA-Mutter Lufthansa. Finanzminister Olaf Scholz sprach ebenso wie Wirtschaftsminister Peter Altmaier in Berlin von einer guten Nachricht für das Unternehmen und die Mitarbeiter. Jetzt habe die Lufthansa eine Perspektive und könne die Krise überwinden, sagte Scholz.

"Dieses Investment darf am Ende nicht zulasten der Staatskasse ausgehen." Es sei auch ein Engagement auf Zeit. Der Staat hoffe auf einen "kleinen Gewinn" durch seine Hilfen mit Krediten und Eigenkapital.

"Wir werden uns nicht in das operative Geschäft einmischen", bekräftigte Altmaier. "Diese Beteiligung wird keinen Tag länger besten als notwendig ist, um die Lufthansa wieder zu ihrem alten Erfolg zurückzuführen." Der CDU-Politiker verwies auf den Schutz vor unerwünschten Konkurrenten: "Wir haben die Möglichkeiten eine feindliche Übernahme der Lufthansa durch andere, insbesondere auch Fluggesellschaften von außerhalb Europas zu verhindern."

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Das Rettungspaket umfasse neun Milliarden Euro. "Es ist eine Minderheitsbeteiligung und damit machen wir klar, dass die Marktwirtschaft auf unabhängige Unternehmen angewiesen ist und dies auch bei der Lufthansa in Zukunft so bleiben wird." Der Bund werde zwei Mandate im Aufsichtsrat bekommen. Man werde Vorschläge von der Lufthansa erhalten, "wie wir diese Mandate mit ausgewiesenen Experten besetzen". (reuters/apa/red)