Automobilindustrie

Renault, Nissan, Mitsubishi kündigen vierte gemeinsame Plattform an

Eine noch engere Kooperation der beiden Autokonzerne Renault und Nissan soll Kürzungen von zehn Milliarden Euro ermöglichen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch der jüngst übernommene Autobauer Mitsubishi.

Nach 18 Jahren Partnerschaft wollen Renault und Nissan ihr Geschäft enger verzahnen und dabei mehr Kosten sparen. Durch eine tiefere Kooperation sollten 2022 zehn Milliarden Euro eingespart werden, teilten die Autobauer mit. Im vergangenen Jahr brachte die Zusammenarbeit den VW-Konkurrenten eine Sparsumme von 5 Mrd. Euro.

Die Kooperation soll die Umsätze in den kommenden fünf Jahren um ein Drittel auf 240 Mrd. Dollar erhöhen und die Produktion auf 14 Millionen Fahrzeuge von derzeit zehn Millionen steigern. Die Partner gründen ihre Pläne auf eine engere Kooperation mit dem jüngst übernommenen Konkurrenten Mitsubishi.

Vierte gemeinsame Fahrzeugplattform geplant

Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn hatte ein höheres Tempo bei der Integration der Partner in Aussicht gestellt, als Nissan im vergangenen Jahr die Kontrolle bei Mitsubishi übernahm. Obwohl Renault und Nissan bereits seit Jahren verbündet sind, bauen sie erst seit kürzerer Zeit Autos nach gemeinsamen Plänen.

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Während der Automesse IAA in Frankfurt kündigte das Bündnis bis 2022 eine vierte gemeinsame Fahrzeugplattform an. Im selben Zeitraum will Renault-Nissan zwölf neue Elektro-Autos an den Markt bringen.

Zwölf neue Elektroautomodelle geplant

Gleichzeitig wollen die Autobauer Renault und Nissan bis 2022 zwölf neue Elektrofahrzeugmodelle auf den Markt bringen. Binnen fünf Jahren dürften Autos mit Elektromotoren "mehr als 30 Prozent" der Verkäufe ausmachen, so Carlos Ghosn in Paris nach seinem Besuch der IAA in Frankfurt.

Während es sich bei den zwölf neuen Modellen um reine Elektrofahrzeuge handeln soll, beinhalten die 30 Prozent auch Hybridfahrzeuge.

Die Allianz, der sich zuletzt auch Mitsubishi angeschlossen hat, will die Zahl der jährlich verkauften Fahrzeuge bis 2022 auf 14 Millionen steigern. Das wäre ein Zuwachs um 40 Prozent. Zum Vergleich: Der Volkswagenkonzern mit seinen zwölf Marken lieferte im vergangenen Jahr 10,3 Millionen Fahrzeuge aus.

(reuters/afp/apa/red)

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