Autoindustrie

Renault mit Nissan: Spekulationen um neuen Riesen am Massenmarkt

Konzernchef Carlos Ghosn hat die Spekulationen über eine mögliche Fusion des französischen Autobauers mit dem langjährigen Partner Nissan neu angeheizt. Derzeit halten die Franzosen 43 Prozent an Nissan, Japaner sind mit 15 Prozent bei Renault beteiligt.

Renault-Chef Carlos Ghosn gibt Spekulationen über eine mögliche Fusion des französischen Autobauers mit dem langjährigen Partner Nissan neue Nahrung. Die Überkreuzbeteiligung der beiden Unternehmen stehe auf den Prüfstand, sagte Ghosn der japanischen Zeitung "Nikkei". "Man kann sagen, alle Optionen liegen derzeit auf dem Tisch."

Renault und Nissan sind seit 1999 verbunden und arbeiten bei Technik und Einkauf eng zusammen. Die Franzosen halten derzeit einen Anteil von gut 43 Prozent an Nissan, die Japaner besitzen 15 Prozent an Renault. Bei Renault sitzt aber auch der französische Staat mit einem Anteil von 15 Prozent mit im Boot.

Beide Konzerne haben schon heute denselben Chef

Ghosn hat bei beiden Unternehmen das Sagen. Erst vor kurzem wurde sein Vertrag als Renault-Chef bis 2022 verlängert. Bis zum Ende seiner Amtszeit will er auch eine Lösung für Renault und Nissan gefunden haben, wie Ghosn der Zeitung sagte. Die Meinung der Aktionäre, insbesondere der japanischen und der französischen Regierung, würden bei den Überlegungen berücksichtigt. Am Ende müssten alle zufrieden sein.

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Neuer Riese am Massenmarkt möglich

Berichte über ein mögliches komplettes Zusammengehen von Renault und Nissan gibt es schon länger:

Kreise: Carlos Ghosn will Renault und Nissan komplett fusionieren >>
So könnte eine Fusion von Renault und Nissan aussehen >>

Entstehen würde bei einer Verschmelzung ein neues Schwergewicht unter den Massenherstellern. Erschwert wird ein Zusammengehen aber durch staatliche Interessen. Vor allem in Tokio sorge man sich über einen zu großen Einfluss der Franzosen, schrieb "Nikkei". (dpa/apa/red)

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