Bauindustrie

Rekordumsatz bei Vorarlberger Gruppe Rhomberg Bau

Der Bregenzer Baukonzern Rhomberg hat im vergangenen Geschäftsjahr ein historisches Umsatzhoch erwirtschaftet. Die Firmenchefs Hubert Rhomberg und Ernst Thurnher wollen nun über eine Integrallösung für klimafreundliche Sanierungen "nachdenken".

Die Rhomberg Bau Gruppe mit Sitz in Bregenz hat ihr Geschäftsjahr 2018/19 mit einem historischen Umsatz-Hoch von 753 Mio. Euro (Vorjahr: 706 Mio., plus 6,6 Prozent) abgeschlossen. Die Geschäftsführer Hubert Rhomberg und Ernst Thurnher zeigten sich sehr zufrieden und kündigten an, über zusätzliche innovative Dienstleistungen oder eine Integrallösung für klimafreundliche Sanierungen nachzudenken.

"Komplettanbieter für Bau und Bahntechnik"

Als Grundlage für den Umsatz bezeichneten Rhomberg und Thurnher "die gute Auftragslage und die Positionierung als Komplettanbieter im Bau- sowie Bahntechnikbereich". 325 Mio. Euro des Umsatzes entfielen auf den Geschäftsbereich "Bau und Ressourcen", der Rest von 428 Mio. Euro auf die Bahntechnik. Die Zahl der Beschäftigten nahm von 2.668 auf 2.845 zu, 678 davon arbeiten in Vorarlberg.

Im Baubereich bleibe Vorarlberg der Kernmarkt der Rhomberg Gruppe, betonte Thurnher. "Wir wollen bereits genutzte Flächen sinnvoll nachnutzen und weiterentwickeln. So können wir brachliegende Industrie- und Gewerbeflächen wiederbeleben", erklärte Thurnher die Strategie des Unternehmens. Als Beispiele nannte er aktuelle Projekte in Dornbirn (Rattpack-Areal, 17.500 Quadratmeter) oder auch in Bregenz (Generali-Areal, 14.000 Quadratmeter). Ebenso ging Thurnher auf die gemeinnützigen und die Eigenwohnbau-Projekte ein, die die Rhomberg Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr (April 2018 bis März 2019) abgeschlossen hat.

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Bahntechnik: Konzentration auf deutschsprachigen Raum

Im Bereich Bahntechnik, also in der Rhomberg Sersa Rail Group, an der Rhomberg 50 Prozent hält, "konnten wir uns erneut als innovativer Komplettanbieter für Bahntechniklösungen beweisen", sagte Hubert Rhomberg. Man konzentriere sich auf die Heim- und Kernmärkte in der DACH-Region, aber auch auf ausgewählte internationale Märkte wie Australien, Kanada, Großbritannien und Irland. Bedeutend seien auch Rahmenverträge wie etwa mit den ÖBB.

Trotz der positiven Umsatzentwicklung will sich die Rhomberg Gruppe im Rahmen einer "Strategie 2025" weiterentwickeln. "Wir gehen davon aus, dass wir im Jahr 2025 rund 20 Prozent unseres Umsatzes mit Leistungen generieren werden, die wir derzeit in dieser Form noch gar nicht anbieten", sagte Rhomberg. Auch als Komplettanbieter wolle man sich weiter platzieren und sich auf alternative, nachhaltige Wohnmodelle fokussieren. Als Beispiel nannte Rhomberg das Projekt "David". Dabei geht es um leistbare, komplett eingerichtete Ein-Zimmer-Mietwohnungen mit einer Größe von rund 30 Quadratmeter Fläche. Ein erster Standort in Vorarlberg befinde sich bereits in Planung. (apa/red)

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