Elektroindustrie

Rekordjahr beim Salzburger Zutrittssystem-Hersteller Axess

Axess ist auf Zutrittssysteme für Seilbahnen, Stadien, Messen oder Museen spezialisiert. Im Vorjahr legte der Hersteller das erfolgreichste Jahr seit seinem Bestehen hin. Auch derzeit ist kein einziger Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Die Axess AG mit Sitz in Anif (Flachgau) hat den Umsatz im Geschäftsjahr 2019/20 um 18,9 Prozent auf 50,17 Mio. Euro gesteigert. Der Gewinn des Spezialisten für Zutrittssysteme für Seilbahnen, Stadien, Themenparks, Messen oder Museen erhöhte sich um mehr als neun Prozent. Wie Vorstandschef Oliver Suter mitteilte, handle es sich um das erfolgreichste Jahr seit Gründung des Unternehmens.

"Kein einziger Mitarbeiter in Kurzarbeit"

Alleine im vergangenen Jahr kamen 62 neue Kundenprojekte hinzu. Und selbst Covid-19 dürfte diesem Trend keinen Abbruch tun. Für das neue Geschäftsjahr konnten bereits mehrere Großprojekte abgeschlossen werden. "Trotz Einschränkungen in der direkten Kundenbetreuung und Akquisition übertrifft das Projektvolumen bereits jetzt die Zahlen des Vorjahres", teilte das Unternehmen mit. "Wir haben keinen einzigen Mitarbeiter zu Kurzarbeit angemeldet", betonte Suter. Im Werk in Innsbruck wird unter den neuen Sicherheitsbestimmungen produziert.

Umsatz legte um 19 Prozent zu

Das Wachstum im Vorjahr ist fast allen Märkten geschuldet. Während in der DACH-Region bestehende Kunden auf eine Modernisierung ihrer Anlagen setzten, konnten vor allem Übersee neue Projekte gewonnen werden. In den USA und in Kanada kamen etwa zahlreiche Skigebiete hinzu. Zudem wurde für den US-Markt der Stadien und Arenen 2019 eine eigene Niederlassung gegründet.

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Auch in Asien stiegen die Umsätze, vor allem in den beiden wichtigsten Märkten Japan und China. So war der Zuwachs in Japan mit über 100 Prozent von allen Ländern der größte. Dort wurde abseits des Skibusiness mit dem Kyoto Museum ein wichtiger Kunde gewonnen.

Corona scheint Auftragslage nicht zu bremsen

In China wurden mit der Bank of China eine Kooperation im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2022 und ein Projekt mit dem Auto Museum in Shanghai abgeschlossen. In den Mittel- und Osteuropäischen Ländern und Russland hätten überwiegend die Geschäftsfelder Stadien und Messen Akzente gesetzt.

In Europa stach laut dem Unternehmen Frankreich hervor. Im Nicht-Skibereich stieg der Umsatz bei den Bädern und Museen. So habe sich etwa das Luft- und Raumfahrtmuseum "Musee de L'Air et de L'Espace in Paris" für das System von Axess entschieden.

Axess: Entwicklung im Flachgau, Produktion in Innsbruck

Die 1998 gegründete Axess AG ist weltweit mit 20 Niederlassungen vertreten, welche 53 Länder betreuen. Das Unternehmen beschäftigte zuletzt knapp über 300 Mitarbeiter. In Anif sitzen die Entwicklungsabteilung, der Vertrieb und das Marketing, produziert wird in Innsbruck. (apa/red)

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