Gummiindustrie

Reifenhersteller Pirelli drängt an die Börse

Der italienische Reifenhersteller Pirelli will einen Aktienanteil von bis zu 40 Prozent an die Börse bringen. Derzeit gehört die Mehrheit an Pirelli Chinesen.

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Der italienische Reifenhersteller Pirelli hat bei der Börsenaufsicht Consob den Antrag auf Notierung an der Mailander Börse eingereicht. Der Mailänder Konzern will einen Aktienanteil von bis zu 40 Prozent an die Börse bringen, teilte Pirelli mit.

Die Gesellschaft Marco Polo International, die 100 Prozent an Pirelli hält, will ein Aktienpaket von bis zu 40 Prozent anbieten. Als Datum für einen Börsengang sei Ende September bis Anfang Oktober im Gespräch, berichteten italienische Medien.

Der weltweit fünftgrößte Reifenhersteller war bereits von 1922 bis 2015 an der Börse notiert, wurde jedoch nach dem Einstieg von ChemChina vom Markt genommen.

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Im April hatte Pirelli erklärt, ChemChina sei bereit, seinen Anteil auf unter 50 Prozent zu drücken, damit der Börsengang ein Erfolg wird. Das staatliche Unternehmen aus China hält 65 Prozent am einzigen Pirelli-Aktionär Marco Polo International. 22,4 Prozent sind im Besitz der Holding Camfin, zu der unter anderem Pirelli-Chef Marco Tronchetti Provera und die italienischen Banken UniCredit und Intesa Sanpaolo gehören. Der Rest liegt bei einem russischen Investmentfonds, der mit dem Ölkonzern Rosneft verbunden ist. (apa/red)