Halbleiter

Reaktion auf US-Kritik: Huawei weitet Produktion eigener Chips aus

Wegen der massiven Vorwürfe der Industriespionage aus dem Westen weitet der chinesische Konzern Huawei seine eigene Produktpalette aus und reduziert Importe aus den USA. Ein Beispiel ist ein neuer Chipsatz für Server, dessen Design aber von der britischen Firma ARM stammt.

Das ist ein Symbolbild.

Angesichts der Spionagevorwürfe westlicher Geheimdienste und des Handelsstreits zwischen den USA und China reduziert der Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei seine Abhängigkeit von US-Importen mit Hilfe weiterer eigener Produkte.

Chipdesign kommt aus England

Jetzt hat der chinesische Technologiekonzern einen neuen Chipsatz für Server auf den Markt gebracht. Das Chipdesign basiert auf Entwicklungen der britischen Firma ARM. 

Damit bauen die Chinesen ihre Position als Chipanbieter aus. Ein Huawei-Manager betonte, der Konzern wolle trotzdem an der Partnerschaft mit Intel festhalten.

White Paper zum Thema

Massive Vorwürfe der Industriespionage

US-Geheimdienste werfen Huawei vor, Verbindungen zur Regierung in Peking zu pflegen und vermuten, Ausrüstung oder Handys könnten für Spione eine Hintertür enthalten, um an Staats- oder Firmengeheimnisse zu gelangen.

Aktuell dazu:
Washington: "China dabei, Zukunft von Japan, USA und Europa zu stehlen" >>  
Finanzchefin von Huawei verhaftet: Zweifel am "Burgfrieden" zwischen USA und China >>    
Berlin verschärft Regeln bei Firmenübernahmen durch Käufer aus Übersee >>

Deswegen haben Australien und Neuseeland das Unternehmen vom 5G-Ausbau ausgeschlossen. Auch andere Länder wollen auf den weltgrößten Netzwerkausrüster verzichten. Huawei weist solche Vorwürfe vehement zurück. Seit einiger Zeit konzentriert sich der Konzern verstärkt auf neue Geschäftsbereiche wie das Cloud Computing und Dienstleistungen für Unternehmen. (reuters/apa/red)

Verwandte tecfindr-Einträge