Abgasskandal

Razzia deutscher Behörden bei Mitsubishi

Abgastests des deutschen Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) haben die Untersuchungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen Mitsubishi ausgelöst.

Abgastests des deutschen Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) haben die Untersuchungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen Mitsubishi ausgelöst. "Die Ermittlungen wurden Mitte November 2019 eingeleitet, nachdem die Marktüberwachung des KBA mehrfach Modelle des Herstellers Mitsubishi negativ getestet hatte", teilte eine Sprecherin der Ermittlungsbehörde mit.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ganz Deutschland Geschäftsräume des japanischen Autobauers und anderer Unternehmen wegen des Verdachts durchsucht, illegale Abschalteinrichtungen in Dieselmotoren eingebaut zu haben. Das eng mit Nissan und Renault verbundene Unternehmen hatte bereits im Jahr 2016 Manipulationen bei Abgasmessungen in Benziner-Modellen eingeräumt.

Neben Geschäftsräumen von Mitsubishi wurden laut der deutschen Zeitschrift "Wirtschaftswoche" auch Büros der Zulieferer Continental und Denso durchsucht, die in dem Verfahren als Zeugen geführt werden. Die Polizei hat Käufer der Mitsubishi-Dieselfahrzeuge aufgefordert, sich als Zeugen zur Verfügung zu stellen.

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Die Entdeckung einer Software zur gezielten Täuschung über die tatsächlichen Abgaswerte auf der Straße hatte im September 2015 zum VW-Dieselskandal geführt. US-Behörden und Wissenschafter hatten damals herausgefunden, dass die Abgasreinigung vieler Dieselmodelle von Volkswagen nur auf dem Prüfstand voll aktiviert war. Dieser Betrug stürzte den Konzern in eine tiefe Krise, bis heute verbuchte VW mehr als 30 Milliarden Euro an Kosten für juristische Verfahren. Auch mit Blick auf andere Hersteller wurden Zweifel laut, ob möglicherweise Manipulationsprogramme zum Einsatz kamen. (reuters/dpa/apa/red)

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