Feuerfest-Hersteller

Rath bleibt in den roten Zahlen

Der börsenotierte österreichische Feuerfest-Hersteller Rath hat den leichten Verlust vom ersten Quartal nicht hinter sich lassen können. Bis Ende Juni schrieb der Konzern wieder rot.

Feuerfest Baustoffe Rath

Für das Gesamtjahr 2013 prognostizierte die Rath-Gruppe am Freitag Umsatz- und Ergebniszahlen unter dem Vorjahresniveau.

Für das Gesamtjahr 2013 prognostizierte die Rath-Gruppe am Freitag Umsatz- und Ergebniszahlen unter dem Vorjahresniveau. Allerdings werde trotz Einmalaufwendungen für die Vertragsauflösung ausgeschiedener Vorstandsmitglieder und der Schließungskosten des Standortes in Wirges (Deutschland) zum Jahresende ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet, schreibt der Vorstand.

Das Feuerleichtsteinwerk Wirges in Deutschland schließt zum 30. September, diese Sparte wird nun am deutschen Standort Bennewitz konzentriert, das war bereits angekündigt. Rath bezifferte den Mehraufwand wegen der Schließungskosten heute mit rund 800.000 Euro. 30 Mitarbeiter seien betroffen. Ende Juni waren bei Rath insgesamt 623 Mitarbeiter beschäftigt.

Wie zum bisherigen Geschäftsverlauf verlautete, konnte das schwach begonnene erste Quartal durch ein besseres zweites Quartal 2013 nicht zur Gänze kompensiert werden. Der Umsatz des zweiten Quartals sei zwar um 12 Prozent über dem Vorquartal gelegen. Trotzdem lag der Halbjahresumsatz mit 38,44 Millionen Euro unter dem Vergleichswert 2012 (40,5 Millionen Euro). Das lag nach Unternehmensangaben vor allem daran, dass Projekte verschoben wurden.

Das operative Ergebnis (EBIT) war bis Juni 2013 negativ bei 484.000 Euro, nachdem es im Jahr davor bei 1,5 Millionen Euro lag. Das Konzernergebnis war heuer bis Juni ebenfalls leicht im roten Bereich, mit -201.000 Euro, nach einem Gewinn von 1,06 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2012.

Wegen des angespannten wirtschaftlichen Umfelds hätten einige Großkunden Projekte auf das zweite Halbjahr 2013 bzw. auf 2014 verschoben, teilte die Firma mit. Vereinzelt seien auch Aufträge zurückgezogen worden. Die Ungarn-Tochter bilanzierte bis Juni operativ negativ, während der US-Teilkonzern, anders als voriges Jahr, beim Betriebsergebnis heuer positiv war. Rath spricht hier von einem Turnaround. In der österreichischen Gesellschaft in Krummnußbaum war das EBIT negativ bei 431.000 Euro. (APA)