Bahnlogistik

Rail Cargo: Großbestellung quer durch Russland statt auf See

In der Coronakrise konnte sich der österreichische Bahnlogistiker Rail Cargo bei einem Großauftrag in Russland gegen die Konkurrenz eines Transports per Schiff durchsetzen.

Der österreichische Bahnlogistiker Rail Cargo konnte sich bei einem Großauftrag in Russland gegen die Konkurrenz eines Transports per Schiff durchsetzen. Das teilte das zu den ÖBB gehörende Unternehmen mit. Bei dem Auftrag hat Rail Cargo gemeinsam mit zwei russischen Partnern eine große Menge Zeitungspapier von Karelien im äußersten Nordwesten Russlands quer durch das ganze Land nach China transportiert - und zwar zum ersten Mal auf der Schiene statt auf See.

Zuvor hat der Papierkonzern Karelia Pulp, größter russischer Exporteur von Zeitungspapier, seine Produkte nach China immer auf dem Seeweg transportiert. Wegen der Beschränkungen im Zuge der Coronakrise verlagerte der Hersteller den Transport jedoch nun auf die Eisenbahn.

62 Container auf einer Reise von 7.000 km

Daher lieferte Rail Cargo gemeinsam mit seinen russischen Partnern Transcontainer und OOCL Logistics insgesamt 62 Container vom Bahnhof Nigozero unweit der finnischen Grenze nach Chongqing in China. Die Container, die ein Gesamtgewicht von rund 1,6 tausend Tonnen hatten, legten dabei eine Strecke von über 7.000 Kilometern zurück.

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Dabei stellte Transcontainer nach Firmenangaben das Wagenmaterial zur Verfügung und übernahm die Aufgabe des Operateurs auf russischem Staatsgebiet. In China fungierten Rail Cargo Logistics-Rus und OOCL als Spediteure. Geplant seien nun weitere vier bis fünf Ganzzüge mit Zieldestination Chongqing und Shanghai, berichtete Rail Cargo. Details zum finanzellen Volumen des Auftrags teilte das Unternehmen nicht mit.

(pm) 

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