Bauindustrie

Raiffeisen Oberösterreich steigt bei Bilfinger Gerätetechnik ein

Zwei Beteiligungsgesellschaften der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich übernehmen die Mehrheit an Bilfinger Gerätetechnik. Die in Wels ansässige Firma ist auf die Ausstattung von Baustellen spezialisiert.

Zwei Beteiligungsgesellschaften aus dem Bereich der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich übernehmen die Mehrheit an der Bilfinger Gerätetechnik mit Hauptsitz in Wels. Diese war vom deutschen Industriedienstleister Bilfinger, der sich verstärkt auf seine Kerngeschäftsfelder als Industriedienstleister konzentrieren will, bei der Neuordnung seines Österreich-Geschäftes zum Verkauf angeboten worden.

Die Invest AG (46 Prozent), die Raiffeisen KMU Beteiligungs AG (5 Prozent) und das operative Management (49 Prozent) sind nach dem "Cave Out" - der Konzernabspaltung - die neuen Eigentümer der Bilfinger Gerätetechnik. Über die Höhe des Investments wurde Stillschweigen vereinbart.

Der Verkauf muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden. Die Freigabe und das Closing werden für das erste Quartal 2019 erwartet.

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Die beiden Beteiligungsgesellschaften wollen vor allem bei den mit der Konzernabspaltung verbundenen Herausforderungen unterstützen: Neben der Bewältigung des operativen Tagesgeschäftes müssen rasch eigene Strukturen für Prozesse wie Einkauf oder IT aufgebaut werden, die bisher von einer Konzernzentrale gesteuert wurden, erläutert der RLB OÖ-Beteiligungsvorstand Reinhard Schwendbauer.

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Eckdaten zum Unternehmen

Die Bilfinger Gerätetechnik Gruppe befasst sich mit Gerätebereitstellung, Lieferung und Full Service für komplette Baustellenausstattungen aus Mietbasis. Das Sortiment umfasst mehr als 11.000 verschiedene Produkte, unter anderem Container, Schweißmaschinen und Kfz sowie Spezialwerkzeuge für diverse Branchen. Das Unternehmen mit 6 Standorten in Österreich und Deutschland hat zuletzt mit rund 100 Mitarbeitern 39,6 Mio. Euro umgesetzt. (apa/red)

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