RAG vergrößert Gasspeicher schon bis 2014

Bereits 2014 werden die heimischen Erdgasspeicher der Rohöl-Aufsuchungs AG (RAG) von heute 5 auf 6 Milliarden Kubikmeter ausgebaut sein, die derzeitige Zielgröße. Seit der Russengas-Krise von Anfang 2009 hat die EVN-Tochter die pro Stunde entnehmbare Gasmenge von 1,9 auf 2,5 Millionen erhöht, umgelegt auf Strom seien dies 1.200 Megawatt, sagte RAG-Chef Markus Mitteregger im Interview mit der APA.

Künftig würden Gasspeicher als "Energiespeicher" immer wichtiger - für Gaskraftwerke als Gegenstück zu Solar- oder Windenergie, denn Pumpspeicher seien nach ein, zwei Tagen leer. Ihre Gas- und Ölfördertätigkeit setzt die seit 75 Jahren bestehende RAG fort. Neben Österreich ist man auch in Bayern, Ungarn und Polen aktiv. Vorwürfe des Energie-Regulators von zuwenig Wettbewerb im Speicherbereich weist Mitteregger zurück.

Ausbaupläne  

Derzeit steht bei der RAG eine Gasspeicher-Kapazität von 1,1 Mrd. m3 in Puchkirchen zur Verfügung, weitere knapp 2,7 Mrd. m3 in Haidach und - in Kürze - weitere 1,2 Mrd. m3 aus dem ersten Teil des in Salzburg an der Grenze zu Oberösterreich gelegenen "7Fields"-Speichers. Hier sollen die Stufen 2 und 3 mit nochmals 1 Mrd. m3 für 200 Mio. Euro in mehr als drei Jahren fertig sein. Bis auf kleinere Speicher sei der Ausbau dann vorerst abgeschlossen. (APA/red)

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